Eilendorf - Leo Frings feiert 90. Geburtstag und mit Ehefrau Marlene Diamanthochzeit

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Leo Frings feiert 90. Geburtstag und mit Ehefrau Marlene Diamanthochzeit

Von: Peter Langohr
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30 Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und Urenkel gehören zur Familie von Marlene und Leo Frings. Sie waren am Ehrentag natürlich die ersten Gratulanten. Zahlreich Weggefährten schlossen sich an. Foto: Martin Ratajczak

Eilendorf. Wenn jemand wie Leo Frings, der eine Eilendorfer Institution ist, seinen 90. Geburtstag und darüber hinaus mit seiner Gattin Marlene die Diamantene Hochzeit feiert, dann ist buchstäblich das ganze Dorf auf den Beinen.

Dementsprechend voll war es bereits beim Dankgottesdienst in St. Apollonia, der von Pastor Alexius Puls zelebriert wurde. Nach der Messe, die mit einem vielstimmigen „Hoch soll‘n sie leben“ vor dem Gotteshaus beendet wurde, gab es einen Empfang im Pfarrheim von St. Apollonia an der Heckstraße.

Da sich das Wirken von Leo Frings in all den Jahrzehnten in vielfacher Weise über Eilendorf hinaus erstreckte, kamen auch viele Nicht-Eilendorfer, um dem Jubel-Paar ihre Aufwartung zu machen. Kein Wunder, dass man sich schon ein wenig in Geduld üben musste, wollte man zu Marlene und Leo Frings vordringen um zu gratulieren.

Der weit verzweigten Frings-Familie – rund 30 Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und Urenkel hatten sich eingefunden – blieb es vorbehalten, den Reigen der Gratulationsbeiträge mit einem Lied zu eröffnen, in dem sie zur Melodie von „Hoch auf dem gelben Wagen“ die Vorzüge der beiden Gefeierten herausstrichen.

Tochter Beate Jahn nahm sich in ihrem Beitrag der Feier der Diamantenen Hochzeit an und erinnerte daran, dass ihre Mutter Marlene fünf Kinder in sechseinhalb Jahren zur Welt gebracht habe und angesichts des Fehlens der heute so selbstverständlichen Haushaltsgeräte Unglaubliches geleistet habe. Sie dankte ihren Eltern „diesen beiden erstklassigen Diamanten“ dafür, dass sie und ihre Brüder in Geborgenheit, Liebe, Verlässlichkeit und Bescheidenheit groß geworden seien.

Herbert Frings verriet anlässlich des 90. Geburtstages einige Geheimnisse seines Vaters. Der habe nie tolle Geschichten und Heldentaten erzählt, die habe „man ihm buchstäblich aus der Nase ziehen müssen.“ So habe der Vater als junger Bursche Hitler-Jugend-Aufmärsche gestört, sich mit dem örtlichen HJ-Führer geprügelt und sich schließlich erfolgreich der Einberufung in die Wehrmacht entzogen. Natürlich sei sein Vater bei der Demo gegen Tihange dabei gewesen, genau so wie er immer die Heimspiele seiner Arminia besuche. Aber er müsse gestehen, so viel an positiven Einstellungen der Vater den Kindern auch vermittelt habe, die Fußballleidenschaft gehöre definitiv nicht dazu.

Prominentester Gratulant war Oberbürgermeister Marcel Philipp, der das Wirken von Leo Frings hervorhob. Er habe nicht nur Spuren in seiner Familie und in Eilendorf, sondern in ganz Aachen und darüber hinaus hinterlassen. Er habe Leo Frings im Kommunalwahlkampf 1989 kennengelernt, als er auf der Suche nach Instanzen in der CDU gewesen sei, von denen Orientierung ausgegangen sei. Die habe er bei Leo Frings gefunden, der sich nie gescheut habe, auch einmal eine unbequeme Meinung zu äußern. Er wünsche sich, dass das politische Urgestein noch lange mit wachem Geist, Lebenserfahrung und -weisheit weitermache.

Darüber hinaus reihten sich Sabine Verheyen, Europa-Abgeordnete der CDU aus Eilendorf, CDU-Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler, der Aachener CDU-Bundestagskandidat Rudolf Henke und Vertreter der CDA in die Schar der Gratulanten ein und bescheinigten dem „Fringse Leij“, wie er von den Einheimischen gerufen wurde und wird, dass er auf dem Hintergrund eines christlich bestimmten und sozial ausgerichteten Weltbildes immer voller Überzeugung für die unveräußerliche Würde des Menschen eingetreten sei.

In seinem Schlusswort bedankte sich Leo Frings auch im Namen seiner Marlene und meinte, nun sei genug geredet worden, um dann doch noch den Politikern etwas ins Stammbuch zu schreiben: „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, der Mensch ist wichtiger als die Sache.“

Da blieb seiner Tochter Beate nur noch übrig, ihm mit sanfter Gewalt das Mikrofon aus den Händen zu nehmen und den weniger offiziellen Teil des Nachmittags einzuläuten.

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