Legionellen im Wasser: Südhalle vielleicht Mittwoch wieder geöffnet

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Gestern vorsichtshalber geschlossen: Die Südhalle soll aber am Mittwoch möglichst wieder geöffnet werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Südhalle in der Amyastraße musste am Dienstag wegen einer Säuberung nach einer Verunreinigung mit Legionellen geschlossen bleiben. Gebäudemanagement und Sportamt hoffen, die Schwimmhalle bereits am Mittwoch nach einer gründlichen Reinigung und Desinfektion wieder öffnen zu können.

Zunächst wurden die Legionellen-Filter an den Duschköpfen ausgetauscht und weitere Duschen damit ausgestattet. Außerdem wurde die Warmwasseranlage thermisch desinfiziert. Das bedeutet, dass über längere Zeit heißes Wasser mit einer Temperatur von 70 bis 80 Grad durch die Leitungen fließt, um die stäbchenförmigen Bakterien abzutöten.

18 der 36 Duschköpfe sind mit Legionellen-Filtern ausgestattet, die verstopfen, sofern sich Bakterien dort sammeln. Sie müssen alle 30 Tage ausgetauscht werden – dies ist erst vor wenigen Tagen erfolgt. Trotzdem ließen sie nur wenig Wasser durch – ein Hinweis auf einen entsprechenden Befall. Es wurden rund 6000 Bakterien pro 100 Milliliter gemessen – an einer Stelle im Leitungssystem, die sich vor dem Austritt des Wasser aus den mit Filtern ausgestatteten Duschköpfen befindet. Erst ab einem Wert von 10.000 Legionellen/100 Milliliter müsste eine Einrichtung geschlossen werden. „Unser Sicherheitssystem hat also funktioniert“, erklärte Klaus Schavan, technischer Leiter des Gebäudemanagements. Die rund 500 städtischen Gebäude werden einmal jährlich routinemäßig überprüft.

Der Grund für das Auftreten können „tote Leitungen“ sein, also Rohre, die als „Sackgassen“ an das Leitungssystem angeschlossen sind und in denen sich warmes Wasser sammelt. Anfang des kommenden Jahres sollen diese Leitungen in der Südhalle ausgebaut werden, auch ein Austausch der sogenannten Zentralmischbatterie ist vorgesehen.

Das Gesundheitsamt der Städteregion wurde unverzüglich nach Kenntnis des Befundes eingeschaltet. „Für die Öffentlichkeit bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung“, so Dr. Verena Bochat vom Gesundheitsamt der Städteregion Aachen.

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