Lebhafter Schlagabtausch im Regionalfinale von „Jugend debattiert“

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
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Pro und Contra mit viel Geschick und guten Argumenten gestaltet: Beim Regionalfinale von „Jugend debattiert“ traten wieder Diskutanten aus zwei Altersstufen gegeneinander an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das Regionalfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ hat seinem Namen wieder alle Ehre gemacht. Vier Schüler der Altersstufe I (8. und 9. Klasse) sowie vier Vertreter der Altersstufe II (Jahrgangsstufe 10 bis 13) zeigten in der Vorentscheidung mit 64 Altersgenossen von 16 Schulen aus Städteregion und Kreis Heinsberg im Anne-Frank-Gymnasium ihr rhetorisches und argumentatives Können.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiter Wolfgang Gurzan und den Koordinator des Regionalverbundes Köln I für „Jugend debattiert“, Guido Schins, ging es direkt zur Sache. Die Debatten wurden zu unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Themen geführt, die Protagonisten hatten eine Woche Zeit, sich vorzubereiten und Argumente zu erarbeiten. Die Jury setzte sich aus Lehrern von Schulen zusammen, die nicht am Finale teilnahmen. Jede Debatte war aufgeteilt in eine Eröffnungsrunde, eine freie Aussprache und eine Schlussrunde.

In der Altersstufe I lautete das Thema: „Soll das Bußgeld für Verschmutzungen des öffentlichen Raumes angehoben werden?“ Die Argumente der Pro-Seite reichten von attraktiverer Gestaltung des öffentlichen Raumes bis zur Abschreckung durch ein hohes Bußgeld, während die Contra-Seite vor allem für Aufklärungskampagnen plädierte und die Relation zu anderen Bußgeldern in den Blick nahm.

Die Platzierung in der Altersstufe I war wie folgt: Platz 1 Linda Clesius (Geschwister Scholl Gymnasium Aachen), Platz 2 Sophia Beyer (Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz), Platz 3 Tim Gibbels (Realschule Heinsberg) und Platz 4 Myriam Grothklaus (Cusanus Gymnasium Erkelenz).

Jugendquote für die Stadträte?

Für viel Begeisterung sorgte die dynamische Debatte der Altersstufe II, die durch flott Fahrt aufnahm. Das Thema der vier Schüler und Schülerinnen war: „Soll in Gemeinde- und Kommunalparlamenten eine Jugendquote eingeführt werden?“

Die Teilnehmer präsentierten verschiedene Argumente, die sie mit Hilfe von Statistiken untermauerten. So wurde zum Beispiel darüber diskutiert, ob eine Jugendquote für die Demokratie förderlich oder verfassungswidrig sei. Die Debattanten platzierten sich in dieser Reihenfolge: Platz 1 Andreas Plum (Bischöfliches Gymnasium St. Ursula Geilenkirchen), Platz 2 Veronika Stockem (St. Leonhard Gymnasium Aachen), Platz 3 Maryam Elouhadne (St. Leonhard Gymnasium), Platz 4 Lars Waltering (Anne-Frank-Gymnasium Aachen).

Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten aus beiden Altersstufen nehmen nun am Landeswettbewerb teil und besuchen vorher ein Rhetorik-Seminar. Regionalkoordinator Guido Schins zeigte sich begeistert vom fairen und konstruktiven Umgang der Schüler miteinander: „Die könnte man alle auf höhere Ebenen schicken“, sagte er am Ende. „Sie sind sehr souverän in allen Bereichen“.

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