Aachen - Laute Männerchöre beim Party-Marathon

Laute Männerchöre beim Party-Marathon

Von: Annika Kasties
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Erst lange Schlangen vorm Bus,
Erst lange Schlangen vorm Bus, dann dichtes Gedränge auf der Tanzfläche wie hier im Apollo in der Pontstraße. Die Shuttle-Party zog wieder die Massen an. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Einen Hauch von Kulturschock hat es schon. Aber auf durchweg positive Weise. „So spaßig wie heute waren die Deutschen bisher noch nicht.”

Mia ist begeistert. Erst kürzlich ist die Brasilianerin nach Deutschland gekommen, um in Aachen Maschinenbau zu studieren. Dass sie bei ihrer ersten großen Partynacht von einem enthusiastischen Männerchor begleitet werden würde, der im Shuttlebus lautstark Lieder von der Kelly Family singt, hätte sie sich nicht träumen lassen. Die legendäre Shuttle Party übertrifft nun mal regelmäßig alle Erwartungen.

Zum 29. Mal zog das erfolgreiche Konzept der Shuttle Party knapp 8000 Menschen raus aus den vier Wänden und rein ins Getümmel der Aachener Partylandschaft. Auch dieses Jahr hatten die Feiernden die Qual der Wahl. 17 Locations öffneten zum Semesterauftakt ihre Türen und lockten mit einem vielfältigen Programm von Rock/Pop über House bis zu den beliebtesten Charthits der letzten Jahre. Und all dies für einmalige fünf Euro. „Wir versuchen immer eine gute Mischung hinzukriegen”, erklärt Organisator Richard Mariaux. Das begeisterte Feedback der von einer Party zur nächsten ziehenden Aachener gab ihm recht.

Lange Schlangen

Nahezu überall bot sich das gleiche Bild: vor den Eingängen lange Schlangen und auf der Tanzfläche ausgelassene Stimmung. Wer den Abend mit einem gemütlichen Bier und guter Unterhaltung beginnen wollte, war in der Promenadenstraße genau richtig. In der „WG” machte Comedy-Queen Maike Misia die Fensterbank zu ihrer Bühne. Im gemütlichen Ambiente der Bar, die nicht nur durch ihren Namen ans eigene Wohnzimmer erinnert, machte Misia deutlich, dass man Männer auch mögen kann, bevor im Anschluss das DJ-Team mit Funk und Soul für eine gelungene Hausparty sorgte.

Bei der Lobesnacht an die Musik und ans Feiern kam auch das Handgemachte nicht zu kurz. Im Hotel Europa heizte die Band Hop Stop Banda mit einem schrägen Folk-Mix aus russischen, jüdischen und orientalischen Elementen ordentlich ein. Für nicht weniger gute Stimmung sorgten die fünf Jungs von Simian Hutch inklusive Statist im Affenkostüm im Jakobshof. Ihre Mischung aus Reggae, Funk und Rock animierte das enthusiastische Publikum erst zum Kopfnicken und dann zum ausgelassenen Tanzen.

Ob Elektro im Club Napoleon, Britpop im Sowiso oder Rockmusik im Nightlife - die Shuttle Party bot insbesondere Neuzugängen einen einmaligen Einstieg ins Aachener Nachtleben. „Bisher bin ich in Aachen noch nicht so viel ?rumgekommen. Doch das hier ist wirklich genial, um die Stadt kennenzulernen”, findet der angehende Maschinenbauer Niklas.

Sein Tutor habe die Shuttle Party kurzerhand zur Pflichtveranstaltung erkoren. Von den zwölf Schützlingen gab es verständlicherweise keine Einwände. Doch die Shuttle Party ist nicht nur für Erstsemester ein Muss. Physikstudent Lukas ist selbst im 5. Semester noch begeisterter Shuttler. Er bringt den Reiz der außergewöhnlichen Partynacht auf den Punkt: „Auch wenn es eigentlich viel zu voll ist, muss man hingehen. Es ist einfach ein geiles Ereignis.”
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