Laut, dreckig und absolut authentisch

Von: Gerd Simons
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Debüt-Album: Die Aachener Band Zen Factor stellt am Freitagabend im Wold Rover am Hirschgraben ihre neue CD vor. Foto: Michelle Kuban

Aachen. „Kunst entsteht aus einem Defizit“, meint Martin Rohdich, etablierter Musiker, leidenschaftlicher Gitarrist und Produzent. „Ich hatte die Empfindung, dass ich nach vielen Jahren musikalisch noch mal was mache, was mich als Gitarrist richtig fordert und wo ich mich richtig reinhängen muss. Musik, die aus mir kommt und auf die ich richtig Bock habe.“

Das war die Geburtsstunde der Aachener Band Zen Factor, die im Oktober 2013 im Wild Rover ihr Live-Debüt feierte. Knapp 17 Monate später steht für Heiko Wätjen (Gesang), Slawek Semeniuk (Bass), Mirko Kirch (Schlagzeug) und Martin Rohdich an gleicher Stelle eine weitere Premiere an. Am Freitag stellt das Quartett ab 19.30 Uhr seine selbstproduzierte Debüt-CD „Zen Factor“ vor. Ein echtes Rock-Album, das in zwölf atmosphärischen Songs laut und dreckig klingt. „Wir wollen nicht altbacken, sondern frisch und aktuell klingen und damit die Musikfans packen. Das ist uns mit dieser Produktion gelungen“, ist Heiko Wätjen überzeugt und verspricht, die Power der CD auch auf die Bühne bringen zu wollen.

Martin Rohdich gibt zu, dass sein musikalischer Grundgedanke ein anderer war, er tendierte ursprünglich in eine andere Richtung. Aber immer wenn er sich hingesetzt hatte, um neue Songs zu kreieren, sei harter Rock dabei herausgekommen, gibt der umtriebige Schöpfer der meisten „Factor“-Songs zu Protokoll. In die Karten gespielt habe auch der Umstand, dass Rohdich über hochwertiges Aufnahmeequipment und ein eigenes Tonstudios verfügt und sich die Musiker der Band ohne Zeit- und Kostendruck den Luxus leisten konnten, zwölf erstklassige Songs zu produzieren.

Martin Rohdich ist der Architekt von Zen Factor und legt mit seinen Texten und Kompositionen die Basis. Aber er war von Beginn an offen für alle Ideen seiner Mitstreiter. Und das hört man dem Album an, das wirklich gelungen ist und Lust auf mehr macht. Heiko Wätjen: „Es gibt zwar für harte Musik immer weniger Spielstätten, aber diese gilt es jetzt für uns aufzutun und die Leute mächtig zu rocken.“

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