Laurensberger Gymnasium will vierte Klasse

Von: Thorsten Karbach
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Das Ziel von mehr Schülern de
Das Ziel von mehr Schülern denn je: Das Anne-Frank-Gymnasium im Schulzentrum Laurensberg zählt 103 Anmeldungen und hat deswegen einen Antrag auf eine weitere fünfte Klasse gestellt. Foto: Archiv

Aachen. Klasse ist diese Zahl ganz gewiss für das Anne-Frank-Gymnasium. Doch so richtig klasse wird sie erst mit einer weiteren Klasse. 103 Anmeldungen sind für das Gymnasium im Laurensberger Schulzentrum für das Jahr 2012/2013 eingegangen.

Das ist im sechsten Jahr in Folge eine Steigerung für die fünften Klassen der Schule am Hander Weg. Doch steht die Schule nun vor dem Problem, dass für sie eigentlich nur drei fünfte Klassen in der städtischen Planung vorgesehen sind. Die bieten für maximal 96 Kinder Platz, wobei dies gleichbedeutend mit gewaltigen Klassen von je 32 Schülern wäre. Um allen angemeldeten Kindern - die Vielzahl kommt aus dem Ort oder aus der Nachbarschaft (Richterich, Horbach) beziehungsweise dem nahen Kohlscheid (dort gibt es kein Gymnasium) - einen Platz bieten zu können, hat die Schule nun einen Antrag auf eine vierte fünfte Klasse gestellt.

„Ja, der Antrag liegt vor, wir müssen aber zunächst die Zahlen auswerten”, erklärt Schulausschussvorsitzender Wolfgang Boenke (CDU). Der Ausschuss wird sich am Dienstag mit dem Thema beschäftigen (17 Uhr, Ratssaal), eine Empfehlung der Schulverwaltung liegt noch nicht vor. „Wir können noch nichts sagen. Grundsätzlich gibt es in der Stadt Aachen aber noch ein komfortables Angebot an den Gymnasien”, sagt Fachbereichsleiterin Elke Münich.

Will heißen: An anderen Schulen sind noch ausreichend Plätze frei. Die Schule argumentiert dagegen mit ihrer Lage im Aachener Norden und der Rolle als Stadtteilschule für Laurensberg und Richterich, erinnert an die Situation in Kornelimünster im letzten Jahr. Dort war aufgrund der besonderen Position des Inda-Gymnasiums im Stadtgebiet ausnahmsweise eine sechste fünfte Klasse genehmigt worden.

Das Inda zählte auch in diesem Jahr zunächst einmal 170 Anmeldungen - mehr als jedes andere Gymnasium. Doch nach den sogenannten Verteilungsgesprächen der Schulleiter in dieser Woche ist klar, dass letztlich „nur” 150 Kinder in fünf Klassen aufgenommen werden. Bis zum Start des neuen Schuljahrs wird laut Münich an der einen oder anderen Schule - insbesondere an den Gymnasien - „noch Bewegung reinkommen”. Es sind also noch nicht alle Schulbänke vergeben.

Mehr Schülerinnen finden im nächsten Jahr aber definitiv wieder den Weg an Aachens einzige reine Mädchenschule. Nach dem überraschenden Einbruch der Anmeldezahlen im Vorjahr (nur 59 neue Schülerinnen), zählt Leiterin Josefine Marsden am Gymnasium St. Ursula nun wieder 92 Anmeldungen, von denen wohl 87 angenommen werden. „Das St. Ursula ist ein gutes Beispiel für die Sprünge, die es jedes Jahr bei den Anmeldezahlen gibt, und die sich nur schwer erklären lassen”, erklärt Elke Münich. Ein solcher unerklärlicher Sprung (nach unten) muss in diesem Jahr an der Hugo-Junkers-Realschule hingenommen werden. Dort wurden „nur” 54 Anmeldungen entgegengenommen, im Vorjahr waren es noch 78. „Das kann schon mal passieren. Das darf man nicht überbewerten”, sagt die Fachbereichsleiterin.

Dies ist auch die abschließende Botschaft der Verwaltung zu den Anmeldezahlen für die fünften Klassen des neuen Schuljahrs: Keine Zahl liefert Anlass zur Sorge, keine Zahl müsse überbewertet werden, keine Schule ist - trotz neuer Schulen in der Städteregion - in ihrem Bestand gefährdet. Im Gegenteil, alle erfreuen sich großer Beliebtheit, an zwei Hauptschulen gibt es unerwartete Steigerungen der Zahlen - und eben am Anne-Frank-Gymnasium.

Die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulenin der Übersicht

119 Kinder wurden an drei Aachener Hauptschulen angemeldet. Das sind 16 mehr als im Vorjahr. Während die GHS Eilendorf, die Sekundarschule Kronenberg und die Klaus-Hemmerle-Schule seit 2011 keine neuen fünften Klassen mehr bilden können, freut man sich an der GHS Aretzstraße und der GHS Burtscheid über steigende Schülerzahlen. An der Aretzstraße wurden 34 Kinder (Vorjahr 27), in Burtscheid 32 (21) angemeldet. Die GHS Drimborn bleibt mit 53 (55) Anmeldungen die größte Aachener Hauptschule.

Weniger Fünfklässler wurden dagegen an den Realschulen angemeldet. Hier nimmt die David-Hansemann-Schule seit 2011 keine Fünftklässler mehr auf, auf die drei weiteren Schulen verteilen sich 224 Anmeldungen - 2011 waren es noch 257. An der Alkuinschule freut man sich über ein leichtes Plus mit 70 neuen Schülern (67), an der Luise-Hensel-Realschule wurden 100 (112), an der Hugo-Junkers-Realschule 54 (78) Kinder angemeldet.

Aufnahmestärkstes Gymnasium bleibt das Inda mit 170 Anmeldungen (170), 150 Kinder werden aufgenommen. Zum Anmeldeschluss 19. März verteilten sich 1231 Kinder ansonsten: Anne-Frank-Gymnasium 103 (95), Couven 110 (120), Einhard 138 (124), Geschwister-Scholl-Gymnasium 48 (50), Kaiser-Karls-Gymnasium 102 (102), Rhein-Maas-Gymnasium 81 (87), St. Leonhard 110 (108), Amos-Comenius-Schule 11 (17), Pius 129 (164), St. Ursula 92 (59, Foto)) und Viktoriaschule 137 (92). Nach den Verteilungsgesprächen zwischen den Schulen ergeben sich bereits erste Veränderungen an einzelnen Schulen. So sollen am Couven 116, am Einhard 124, am Geschwister-Scholl-Gymnasium 53, am Kaiser-Karls-Gymnasium 113, am Rhein-Maas-Gymnasium 84, am St. Leonhard 93, am Pius 114, am St. Ursula 87 und an der Viktoriaschule 92 Kinder Platz finden.

Bereits bekannt sind die Anmeldezahlen der Gesamtschulen. Die Gesamtschule Brand zählt 280 Anmeldungen und wird 174 Kinder aufnehmen, die Maria-Montessori-Gesamtschule 172 Anmeldungen bei 155 Aufnahmen und die vierte Gesamtschule 140 Anmeldungen bei 116 Aufnahmen. Die Heinrich-Heine-Gesamtschule zählte zunächst 75 Anmeldungen und wird nun wohl 100 Kinder aufnehmen.

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