Langfristige Vollsperrung der Alt-Haarener-Straße bleibt aus

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
7854369.jpg
haarenmja3 13.03.2014 ortsdurchfahrt haaren, kanalarbeiten

Aachen. Der „Worst Case“, die schlimmste Variante, bleibt Haaren erspart. Eine längerfristige Vollsperrung der Alt-Haarener-Straße wird es nicht geben. Dennoch steht zu erwarten, dass im Stadtteil rund 16 Monate lang der verkehrstechnische Ausnahmezustand herrschen wird.

Denn im Juli startet die große Kanalbaumaßnahme der Stawag im Abschnitt zwischen Friedenstraße und Ortsausgang Richtung Würselen.

Das Problem besteht darin, dass der Kanal in der Mitte der Straße liegt. Deshalb hatte die Stawag zunächst für einen Bauabschnitt eine Vollsperrung in Erwägung gezogen. Baudezernentin Gisela Nacken hatte jedoch betont, dies müsse mit allen Mitteln vermieden werden. Und das scheint nun doch gelungen zu sein. Nach AZ-Informationen wird es in den einzelnen Bauabschnitten jeweils „nur“ eine Sperrung in eine Fahrtrichtung geben. Auch dabei müssen sich Autofahrer insbesondere zur Berufsverkehrszeit auf massive Staus einstellen.

Am Mittwoch gab es zu dem Thema bereits eine Information der betroffenen Geschäftsleute – unter anderem liegt ein Supermarkt im Baustellenbereich. Am Donnerstag um 19.15 Uhr sind die Anlieger und andere Interessierte in die Haarener Grundschule, Haarbachtalstraße 10 (Zugang über Schulhof Eingang Akazienstraße) zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen. Details wollte die Stawag auf Anfrage vor dieser Veranstaltung nicht öffentlich bekanntgeben.

Dem Vernehmen nach soll es nun drei Bauabschnitte geben. Die dann jeweils gesperrte Fahrtrichtung ist unterschiedlich. Unterschiedlich sind deswegen auch die jeweiligen Umleitungen, die zwangsweise durch deutlich weniger aufnahmefähige Wohnstraßen laufen müssen – darunter die Alte Würselener Straße oder auch die Bogenstraße beziehungsweise der untere Teil der Haarener Gracht.

„Das wird eine sehr harte Zeit für Haaren, das wissen wir“, hatte es im Frühjahr bei der Stawag geheißen, als die Baumaßnahme bekannt wurde. Hart wird es allerdings auch für Pendler – etwa aus Würselen. Zu vermuten ist, dass mancher staugeplagte Blechpilot versucht, über Krefelder Straße oder A 544 auszuweichen, die allerdings auch beide schon im morgendlichen Berufsverkehr stark belastet sind.

Insbesondere auf der Autobahn kommt es fast täglich zu Staus. Apropos: Der Landesstraßenbaubetrieb hatte für Ende 2015 eigentlich den Start der Erneuerung der großen Haarbachtalbrücke an der A 544 im Programm. Beide Baumaßnahmen zusammen würden wohl zum Kollaps führen. Dem Vernehmen nach hat es jedoch zwischenzeitlich Gespräche darüber gegeben, dass sich die beiden Maßnahmen nicht zeitliche ins Gehege kommen sollen.

Wehklagen hilft indes wenig: Der Kanal ist marode und muss unbedingt saniert werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert