Lampenaktion in St. Foillan zur „Nacht der offenen Kirchen“

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Suchen Lampen für die Aktion in St. Foillan: Konrad Neuwirth, Ursula Hahmann und Jürgen Maubach (von links) vom Organisationsteam. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Bin in St. Foillan“, heißt es lapidar auf einem pinkfarbenen Platzhalter aus Karton. Darunter ein Scherenschnitt einer Leselampe. Wer sich diesen Faltkarton in den nächsten Tagen auf seinen Nacht- oder Schreibtisch stellt, ist Teil der Aktion „Zeig Dein Licht“ in St. Foillan bei der Nacht der offenen Kirchen am 24. Oktober.

Denn natürlich machen sich Lese-, Schreibtisch- und andere kleine Lampen nicht allein auf den Weg. Ihre Besitzer müssen sie für eine zeitlich begrenzte Dauer verleihen. „Wir können unsere Idee nur umsetzen, wenn uns die Aachener helfen“, hoffte Jürgen Maubach, Gemeindereferent der Pfarre Franziska von Aachen, auf große Unterstützung. „Unser Ziel sind 300 Lampen. Aber wir wissen nicht, wie es wird. Es ist ein Risikospiel.“

Vielleicht ein überschaubares, denn St. Foillan und die Organisatoren der Gemeinde „Zeitfenster“ haben sich in den vergangenen Nächten der offenen Kirchen immer wieder einen Namen mit tief berührenden, oft interaktiven Ausstellungen und Aktionen gemacht. In diesem Jahr soll ein Meer aus Licht, abgestrahlt von jenen ausgeliehenen Lampen im Mittelschiff von Foillan entstehen.

Es soll ein Sinnbild zugleich für die Unterschiedlichkeit des einzelnen Lampenbesitzers als auch für die Stärke der Gemeinschaft sein. „Angelehnt an das Wort aus der Bergpredigt ‚Ihr seid das Licht der Welt‘ sind die Lampen Stellvertreter für ihre Besitzer, für ihre Einzigartigkeit und Besonderheit“, erläuterte Ursula Hahmann die Aktion. Die chaotisch durcheinander gestellten und dennoch den Kirchenraum erhellenden Lampen seien ein Sinnbild „wie Gesellschaft funktionieren kann“.

Die Lichtinstallation ist aber nur der Höhepunkt einer deutlich länger dauernden Kunstaktion. „Sie beginnt mit der Abgabe in den Tagen vorher und hat vielleicht mit der Rückkehr der Lampe an ihren angestammten Platz noch kein Ende“, meinte Maubach. „Zurück im Alltag ist die Lampe mit einer besonderen Bedeutung aufgeladen.“

Deshalb aber auch wegen mangelnder Lagerkapazitäten sollten alle Lampenbesitzer ihr Eigentum am nächsten Tag wieder abholen. „Wer seine Lampe aber endgültig loswerden möchte, kann sie uns ebenfalls geben“, so Ursula Hahmann. „Nach Abschluss der Aktion geben wir alle nicht abgeholten Lampen an ein Sozialkaufhaus weiter.“

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