Lärmschutzwand für den Musikbunker

Von: Oliver Schmetz
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Der Musikbunker und das leidige Thema Lärm: Ein Gutachten empfiehlt nun, vom Eingang des Kulturtreffs an der Rehmannstraße (im Bild) eine Lärmschutzwand bis in den Park der Burg Frankenberg zu ziehen, um die Anwohner besser zu schützen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Während die Klage einer lärmgeplagten Nachbarin des Musikbunkers an der Rehmannstraße seit geraumer Zeit die Verwaltungsrichter beschäftigt, versucht man auf städtischer Seite, die Situation zu entschärfen. Soll heißen: Man versucht, die beklagte Betriebsgenehmigung, die die Stadt den Machern des Musikbunkers erteilt hat, endlich rechtssicher zu machen.

Im städtischen Planungsausschuss wurde der Politik dazu jetzt am Donnerstagabend in nichtöffentlicher Sitzung ein umfangreiches Lärmschutzgutachten vorgestellt, das das oftmals recht lautstarke nächtliche Treiben vor dem Musikbunker und im angrenzenden Park der Burg Frankenberg unter die Lupe nimmt und Lösungen anbietet.

Als markanteste Maßnahme wird dabei nach AZ-Informationen vorgeschlagen, die Anwohner in den benachbarten Wohnhäusern in der Rehmann-straße künftig mit einer Lärmschutzwand vor Lärmbelästigungen zu schützen.

Das 2,50 Meter hohe Bauwerk soll dabei vom Haupteingang des Bunkers an der Rehmannstraße über die Treppen hinab in den Park hinein reichen und so den Lärm von der Wohnstraße abhalten. Dabei soll die Mauer möglichst optisch ansprechend gestaltetet werden.

Die künftige Wegeführung für die Besucher des Kulturzentrums soll dann hinter der Lärmschutzmauer verlaufen – also durch den Park und nicht mehr direkt an den Wohnhäusern vorbei durch die Rehmannstraße. Der Eingang für die Bands, die im Bunker proben, soll derweil von der Ostseite zur Südseite hin, also in den hinteren Bereich des Kriegsrelikts, verlegt und außerdem behindertengerecht gestaltet werden.

Die zwischenzeitliche Überlegung, die Besucher des Bunkers dort über einen Hintereingang ins Gebäude zu führen, ist damit wohl vom Tisch. Finanziert werden sollen die Umbauten aus Städtebaufördermitteln, die die Stadt bereits beantragt hat.

Politisches Ziel ist es, den Musikbunker per Bebauungsplan rechtlich auf sichere Beine zu stellen – als eine Art Sondergebiet für Musikveranstaltungen. In der Schwebe ist allerdings nach wie vor das Gerichtsverfahren mit der Nachbarin, bei dem Verwaltung und Politik auf eine gütliche Einigung per Vergleich hoffen.

Und dann stehen auch noch Investorenpläne im Raum, auf der Rückseite des Bunkers Wohnungen zu bauen – wobei offen ist, wie dies mit dem Betrieb des Musikbunkers und den neuen Planen zum Lärmschutz in Einklang zu bringen ist.

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