„Ladies in Black“: Team Volley sucht Verstärkung

Von: Hans-Peter Leisten
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Der Einsatz hat sich gelohnt: Wenn die Halle an der Neuköllner Straße voll ist, hat auch das Team Volley alles richtig gemacht. Foto: Andreas Steindl
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Kümmern sich an den Spieltagen beim Team Volley um die Sponsoren und die Kasse: Biggi Dautzenberg und Wilfried Schütt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Sonntag stehen sie wieder in der Halle an der Neuköllner Straße. Wenn die Ladies in Black ab 16 Uhr versuchen, gegen den VC Wiesbaden das erste Liga-Heimspiel in dieser Saison zu gewinnen. Dass das bislang noch nicht geklappt hat, liegt ganz sicher nicht an Biggi Dautzenberg und Wilfried Schütt.

Die beiden sind Mitglied in der so oft zitierten Mannschaft hinter der Mannschaft, das Öl im Getriebe – oder, wie selbst sich definieren, die „kleinen Rädchen im großen Laufwerk“, das Erstliga-Volleyball in Aachen auf Touren hält. Biggi Dautzenberg und Wilfried Schütt gehören zum „Team Volley“, das ehrenamtlich entscheidend zum Projekt Spitzensport beiträgt. Allerdings genau wie die Mannschaft auf dem Feld stets auf der Suche nach Verstärkung ist.

Dabei verkörpern sie so etwas wie eine zeitliche Klammer – sie ist dabei, seit Frauenvolleyball in Aachen seine Erfolgsgeschichte begann, er seit September 2016. Biggi Dautzenberg war selbst aktive Volleyballerin, hat dann später die Sportart zu einer eigenen Familiengeschichte gemacht. Nicht nur, weil sie die Schwägerin von Aachens „Mr. Volleyball“, dem heutigen Hallensprecher André Schnitker ist, sondern auch weil sie die Erfolgsstory hautnah begleitet hat.

„Mit dem Kuchen für ein kleines Buffet in der Bergischen Gasse hat alles angefangen. Dann ging es in die 2. Liga, und meine Schwester und ich haben immer für das Buffet eingekauft. Als das Ehepaar Schnitker und wir dann Kinder hatten, waren die mit in der Halle.“ Und so drehte sich das Rad immer weiter. Der Ehemann übernahm als Bankkaufmann die Kasse, Biggi Dautzenberg die Betreuung des VIP-Bereichs. Der ist bis heute ihre Herzensangelegenheit.

Einmal war sie kurz der Meinung, einen Schnitt machen zu müssen: „Ohne Volleyball habe ich es aber nicht ausgehalten.“ Und so wechselte die blonde Frau auch von der Alemannia zum PTSV, um die Sponsoren zu betreuen. Denn ohne diese Gruppe laufe schließlich nix.

Der eigentliche Reiz des Engagements liegt aber im zwischenmenschlichen Bereich des Teams Volley. Hier wird Biggi Dautzenberg emotional. Sie spricht von „so viel Wärme“, von „Gänsehautgefühl“, davon, dass man „so viel Energie“ zurückbekomme. Natürlich sei die Arbeit im Team Volley anstrengend, aber jeder tue, was er könne. Die Menschen dort seien alle total unterschiedlich – aber alle hätten das selbe Ziel. Und sie sagt: „Wir sind für alle offen – außer für Selbstdarsteller...“

Das ist Wilfried Schütt ganz sicher nicht, den alle nach kurzer Zeit nur Willi nennen. Der hatte vor einem halben Jahr in der AZ gelesen, dass das Team noch Verstärkung suche. „Und da ich Bankkaufmann bin und auf 38 Jahre Erfahrung im Spielcasino blicken kann, habe ich mich einfach mal gemeldet.“ Und Arbeit am Wochenende war ihm mehr als vertraut. Kein Wunder, dass man sich beim PTSV die Dienste des Aacheners für den Kassenbereich gesichert hat. Dass er selbst Mitglied in der Tennis-Abteilung des Klubs war, hat sicherlich niemanden gestört.

Aber auch bei ihm waren es die atmosphärischen Dinge, die ihn gefangennahmen: „Die Atmosphäre hat meine Frau und mich schnell begeistert. Nicht zuletzt der extrem friedliche Charakter in der Halle.“ Jetzt kümmert sich „der Willi“ um die Kasse im Eingangsbereich und im Fan-Shop. „Das ‚Du‘ ist schnell selbstverständlich geworden, man wird zu Freunden“ – dass er zum Stammspieler im Team Volley werden will, steht außer Frage.

Wenn nach den Spielen alles abgebaut und aufgeräumt ist, setzen sich Biggi Dautzenberg, Wilfried Schütt und alle anderen Mitglieder des Team Volley noch auf ein Getränk zusammen und lassen alles Revue passieren. In ihren Reihen ist noch Platz für weitere Mitstreiter.

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