Lachend in die Welt der Psychologie: Kabarettist Lütz im C.A.R.L

Von: hpl
Letzte Aktualisierung:
15324296.jpg
Lädt zu bester Unterhaltung und gleichzeitiger Information: Dr. Manfred Lütz. Foto: imago/Viadata

Aachen. Wenn Dr. Manfred Lütz spricht, wird es meistens still. Jedenfalls bis zum ersten Lacher. Und der kommt garantiert. Denn der Mann ist nicht nur anerkannter Mediziner und Bestseller-Autor, er ist auch Kabarettist. Und genau diese Kombination macht den Reiz seiner Auftritte aus.

Und das ganz gleich, ob er in den gängigen Talkshows zu Gast ist oder als Referent mit mehreren Alleinstellungsmerkmalen Säle füllt. Letzteres ist sein erklärtes Ziel am Dienstag, 19. September, wenn er ab 18.30 Uhr im C.A.R.L. an der Claßenstraße informiert, lehrt und vor allem amüsiert. Alles gleichzeitig – das funktioniert.

Präsentation mit Ulla Schmidt

Zugunsten der Hospizstiftung Region Aachen breitet der Leiter des Alexianer-Krankenhauses in Köln seine Ideen aus, die er in seinem Bestseller „Irre – wir behandeln die Falschen“ entwickelt hat. Genauso hat er auch seinen Vortrag tituliert. Als „scharfzüngige Gesellschaftsanalyse und zugleich heitere Einführung in die Seelenkunde“ wurde der Band vorgestellt.

Die Präsentation des Buches nahm Lütz gemeinsam mit Ulla Schmidt vor. Die Chance ließ sich die Aachener SPD-Bundestagsabgeordnete nicht entgehen und gewann den praktizierenden Kabarettisten für einen Vortrag in Aachen.

Besonders dicke Bretter brauchte sie dabei nicht zu bohren, denn Lütz war mit dem Gründer der Aachener Hospizbewegung, Pfarrer Paul Türks, gut befreundet. Ulla Schmidt stieß als Vorsitzende des Kuratoriums der Aachener Hospizstiftung bei Lütz auf mehr als offenen Ohren.

Der will – so betont er mehrfach im Gespräch – in erster Linie als Kabarettist vor die Aachener treten. Mit seinem Buch möchte er die breite Öffentlichkeit über Psychologie aufklären. Aber – und das ist ihm ganz wichtig: lieber fürs Thema sensibilisieren statt zu moralisieren.

Nur auf den ersten Blick wirkt der Titel von Buch/Vortrag ironisch. Denn der gebürtige Bonner rückt auf der Prioritätenliste der Behandlungswürdigen mitnichten die medizinisch Anerkannten nach ganz oben, sondern die scheinbar Normalen. Die machen ihm viel mehr Angst: Die wirklich Gefährlichen seien die Wirtschaftskriminellen – und Hitler und Stalin seien ja eigentlich als Normale und nicht als Kranke in ihre fatalen Schaltpositionen gerückt. . .

Nun braucht niemand Angst vor einem medizinischen Fachvortrag zu haben. Der Mann ist ein Meister der geschliffenen Sprache und des Wortwitzes, stets unterhaltsam, nie als Lehrmeister.

Allgemeinverständlicher Einstieg

Wer den 63-Jährigen in den launigen TV-Gesprächsrunden erlebt hat, wird dies ohne zu zögern bestätigen. Die Normalität nimmt er ironisch auf die Schippe und liefert dabei einen allgemeinverständlichen Einstieg in die Psychologie. Er möchte die normale Gesellschaft erreichen. Die Besucher seines Aachener Vortrages sollen sich auf den Abend und echte Unterhaltung freuen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert