Kuscheln unterm Sternenhimmel

Von: Lea Böhmer
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Endlich ist es so weit: Die Kinder hatten ihre Ideen in die Räume der OT Driescher Hof eingebracht und nahmen diese dementsprechend begeistert in Beschlag. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein kleiner Schnitt, das rote Band flog in mehrere Teile, und die Kinder stürmten begeistert in ihre neuen Zimmer: Die Offene (OT) Tür Driescher Hof hat zwei neue Themenräume: den „Tobedschungel” und die „Traumstation”.

Eine Woche haben die Leiterin der Kindertagesstätte Sandra Jansen, ihre Stellvertreterin Simone Jansen und Betreuer Jürgen Gerhads mit der Künstlerin Anja Bayerwalter und den Kindern für diese neuen Räume gearbeitet. „Es ist erstaunlich, wie emsig und ruhig die Kinder mitgearbeitet haben”, sagt Sandra Jansen.

Auch die Künstlerin Anja Bayerwalter ist positiv überrascht von dem Einsatz der Kinder. „Wir haben an den zwei Tagen jeweils fünf Stunden die Wände bemalt. Die Kinder waren sehr ruhig und richtig fleißig”, sagt Anja Bayerwalter.

Nicht nur die Wände wurden tapeziert und gestrichen, auch die Teppichböden mussten raus und wurden neu verlegt. Die OT glich eine Woche lang Ende November eher einer Baustelle als einem Jugendtreff.

Die Werkwoche ist das Resultat einer Besucherbefragung, die nach den Sommerferien 2009 im Rahmen des Partizipationsprojektes „Bestimmt!” veranstaltet wurde. Nach dieser Umfrage gab es einen Ideenworkshop, in dem die Mottos für die Themenräume entstanden. Den „Tobedschungel” nutzen die Kinder als Toberaum, die „Traumstation” als Ruheraum, in dem sie entspannen können.

Sandra Jansen, die seit 2006 Leiterin der OT Driescher Hof ist, betont die Wichtigkeit der thematisch besetzten Räume: „Die Kinder sollen sich bei uns wohl und sicher fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass sie auch selbst mitbestimmen konnten, wie die Räume aussehen können.”

Außerdem fördere das ihre Phantasie. „Der Toberaum bietet ihnen die Möglichkeit, motorische Defizite, die heute leider viele Kinder haben, auszugleichen und ihre Koordination zu schulen”, sagt Sandra Jansen.

Auch die Ruhe in der Traumstation ist wichtig. „Es darf nicht immer um höher, schneller, weiter gehen”.

Der kleine Yavuz hat bei den Bauarbeiten selbst fleißig den Pinsel geschwungen. „Mir gefällt der Toberaum am besten, vor allem weil er größer ist als das Zimmer, das wir vorher hatten”, verkündet er fröhlich. Edward gefällt am Ruheraum am besten „die Traumschaukel” und am Toberaum „dass man klettern, rutschen und mit den Kissen etwas bauen kann.”

Die kleine Hilal mag an der „Traumstation” am liebsten „die Lampe mit den leuchtenden Sternen und das Haus, in das man sich einkuscheln kann”.

Die Türen stehen montags, dienstags und donnerstags von 13.30 bis 21.30 Uhr, mittwochs bis 19 Uhr und freitags bis 20 Uhr für rund 100 Kinder sowie Jugendliche von 6 bis 27 Jahren offen.

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