Kurzweiliger Abend: „´n Teller Buntes” zum sechsten Mal serviert

Von: Christoph Classen
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Verbalakrobat: Globo (Alfred Gerhards) bietet bei „´n Teller Buntes” einen Vorgeschmack auf sein neues Programm. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Wenn im Saalbau Kappertz wieder einmal „´n Teller Buntes” serviert wird, dann ist sicher keine schwere Kost zu erwarten. Es geht um leichte Unterhaltung, Comedy und Kleinkunst vom Feinsten.

Ja, natürlich: Es wurde gekichert, gelacht oder gar vor Vergnügen lauthals gebrüllt. Umso schöner, dass der kurzweilige Abend Nachwirkungen haben wird. Denn der Reinerlös - rund 8300 Euro - geht an die Behindertenhilfe Aachen und die heilpädagogische Waldorfschule.

Und das ist nur möglich, weil „alle Künstler ohne Gage auftreten”, sagte Organisator Norbert Conrads, wofür es dann auch den lautesten und längsten Applaus des Abends gab.

Farbenfrohes Tanzprojekt

Als erstes konnte Conrads, der mit Strunx-Kollegin Veronika Siebert durch das Programm führte, das Tanzprojekt „Move” auf der Bühne begrüßen. Die Mädels waren zwar weniger lustig, hatten dafür aber bei der Farbwahl ihrer Kostüme dem Veranstaltungsnamen Tribut gezollt.

Außerdem gefielen sie mit einer wirklich extrem ausgefeilten Tanzchoreographie. Im Kontrast dazu wirkte Alleinunterhalter Globo (Alfred Gerhards) etwas ungelenk. Natürlich rein körperlich betrachtet. In Sachen Verbalakrobatik macht ihm dagegen so schnell keines was vor.

Bei „´n Teller Buntes” lieferte Globo einen Vorgeschmack auf sein neues Programm, das am 24. April Premiere feiert.

Da war zum Beispiel der Auerhahn, „er hatte seine Pflicht getan, acht Jahre und ein wenig mehr, da wird der Dienst ein bisschen schwer.” Dem gefiederten Routinier ist übrigens kein Happy-End vergönnt, denn am Ende der Geschichte schließen sich zwei Hühneraugen.

Bei Herrn Schultze und Herrn Schröder sind selbige dagegen meist weit aufgerissen. Es wurde „Wall Street Theatre” geboten. Wer dahinter ein Synonym für Finanzkrise vermutete, sah sich schnell eines Besseren belehrt.

Hintergründiger, tiefsinniger Humor, dass ist ganz sicher nicht die Sache der beiden gar nicht feinen Englishmen. Schultze und Schröder bedienen lieber den Dampfhammer.

Äußerst redegewandt

Weniger akrobatisch, dafür aber sehr viel redegewandter kam Jürgen Beckers daher. Für ihn besitzt die hiesige Art der verbalen Kommunikation durchaus Züge einer Geheimsprache, was der folgende Dialog belegen sollte: „War dat nitt dr Dingens?” Ja sicher, sie war doch dabei!”

Für den Nachschlag nach der Pause sorgten Musik-Artist Grautvornix und Kabarettist Manni Hammers, der vor dem Flaschenautomat ein Wechselbad der Gefühle durchlebte.

Und sowohl das Duo Bruders und Lingmann, als auch die „4 Amigos” stellten beim sechsten Teller Buntes natürlich wesentlich mehr als eine nette Beilage dar.
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