Aachen - Kurzfilmfestival: Mit dem E-Bike über den roten Teppich

Kurzfilmfestival: Mit dem E-Bike über den roten Teppich

Von: Anja Klingbeil
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Sie rollen den roten Teppich a
Sie rollen den roten Teppich aus: Yvonne Debold (v.l.), Frank Schallenberg, Dezernentin Gisela Nacken, Armin Langweg, Denys Benjamin Alt und Doris Talpay. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein Pedelec, ein Regiestuhl und ein kurzes Stück roter Teppich: Diese ungewöhnliche Kombination gab es jetzt auf dem Markt direkt vor dem Aachener Rathaus zu bewundern. Da staunte so mancher Passant nicht schlecht und kratzte sich fragend am Ohr. Was der Film mit dem Elektrofahrrad gemein hat?

Als das Kino laufen lernte und die ersten bewegten Bilder über die Leinwände flimmerten, waren das Szenen von fahrenden Eisenbahnen und Autos. „Da schließt sich doch der Kreis zum Pedelec”, sagt Doris Talpay vom Kaleidoskop-Filmforum. Und so hat sie nicht lange überlegt, als es darum ging, Kurzfilmfestival und E-Bike-Testwochen miteinander zu verbinden. „Es gibt immer wieder Veranstaltungen. Doch niemand macht sich Gedanken, wie die Menschen zu diesen Veranstaltungen kommen”, sagt Talpay.

Das soll beim Kurzfilmfestival am Samstag, 10. September, 15.30 bis 22 Uhr, anders sein: Wer zum Alten Schlachthof mit dem E-Bike kommt, findet dort einen kostenlosen und bewachten Parkplatz. Auch die Nutzung des Motor betriebenen Fahrrads ist günstiger. Bis zum Filmfestival tourt zudem der Infostand mit Pedelec, Regiestuhl und rotem Teppich durch die Stadt. Frank Schallenberg von der Radstation der Wabe, der den Infostand betreut, lädt die Passanten ein, selbst einmal ein E-Bike zu testen. Damit soll auch das Ziel erreicht werden, das sich die Stadt gesetzt hat: „Bis 2015 soll jeder zehnte Haushalt ein E-Bike besitzen”, sagt Dr. Armin Langweg, der die unterschiedlichen Aktivitäten zur Förderung von Pedelecs bei der Stadt koordiniert.

Schwere filmische Disziplin

So rollt Aachen den roten Teppich aus - für ein Filmfestival, das einen Einblick in die schwierigste aller filmischen Disziplinen bietet. Filmminiaturen und Kurzfilme nämlich müssen es schaffen, innerhalb weniger Minuten eine Geschichte zu erzählen, die den Zuschauer in ihren Bann zieht. Und sie sind allgegenwärtig - egal ob auf YouTube oder als Kampagne. Als Unterhaltung, Zwischenstopp und um Wartezeiten zu verkürzen, sind sie mittlerweile zu einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform geworden. Die ausgewählten Filme, keiner länger als drei Minuten, kommen vom Internationalen Festival sehr kurzer Filme 2011.

Neben Kurzfilmen für Kinder und Familien gibt es beim Festival die Gelegenheit, sich über das Entstehen von Filmen zu informieren. „Auch junge Filmemacher beginnen meist mit Kurzfilmen, ganz einfach, weil für längere Spielfilme oft das Geld nicht reicht”, sagt Talpay. Und so geht es beim Filmfestival, das kein einmaliges bleiben soll, auch um die Förderung des Regie-Nachwuchses. So bezieht sich ein Teil des Festivals auf Filme, die in der Region spielen.

Pedelec-Infostand: Termine und Orte

Der Infostand zu Pedelecs tourt wie folgt: Donnerstag, 1. September, 12 bis 19 Uhr, Hauptbahnhof; Freitag, 2. September, 8 bis 12 Uhr, Haarener Wochenmarkt (Haarener Gracht 1) und 14 bis 18 Uhr, Bahnhof Rothe Erde (Aachen-Arkaden); Samstag, 3. September, 11 bis 15 Uhr, Münsterplatz; Mittwoch, 7. September, 12 bis 14. 30 Uhr, Hauptmensa Turmstraße, danach 15 bis 17 Uhr, Templergraben; Donnerstag, 8. September, 12 bis 18 Uhr, Elisenbrunnen; Freitag, 9. September, 15 bis 18 Uhr, Rathaus; Samstag, 10. September, 9 bis 13 Uhr, Neumarkt.

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