Kurt Lehmkuhl veröffentlicht Böhnkes nächsten vertrackten Fall

Von: Kathrin Albrecht
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Stellten den neuen Kriminalroman "Weißgott" vor: Autor Kurt Lehmkuhl (rechts) und Buchhändler Dr. Walter Vennen.

Aachen. Der nächste Fall bringt den pensionierten Kriminalhauptkommissar Rudolf-Günther Böhnke in eine arge Bredouille. Vor 30 Jahren hat Böhnke dem Arzt Dr. Gottfried Weiß aus Dankbarkeit versprochen, jederzeit für ihn da zu sein. Jetzt fordert Weiß das Versprechen ein.

Er muss sich vor Gericht für verpfuschte Operationen, bei denen Patienten zu Tode gekommen sind, verantworten. Böhnke soll seine Unschuld beweisen. Doch auch die Gegenseite bittet ihn um Hilfe bei den Ermittlungen…

„Weißgott“ lautet der Titel dieses vertrackten Falls, wie alle Böhnke-Krimis aus der Feder des Autors Kurt Lehmkuhl (Gmeiner-Verlag, 13 Euro, E-Book 9,99 Euro). Seit 2008 schickt er Böhnke im Rheinland auf Mördersuche. Dabei hat sich seine Hauptfigur eigentlich nach 30 Jahren Leitung der Mordkommission aus gesundheitlichen Gründen aufs Land zurückgezogen – aber das Verbrechen holt ihn immer wieder ein. „Ein Krimi in diesem Umfeld fehlte noch in meinem Repertoire, und bei den Klinikskandalen in den vergangenen Jahren war das Thema einmal fällig“, erläutert Lehmkuhl die Rahmenhandlung.

Sein Böhnke ist dabei kein Draufgänger: „Er ist ein bisschen melancholisch, verschlossen, aber entschlossen und resolut und er lässt sich nie in die Karten blicken“, charakterisiert der Autor seinen Ermittler, der eigentlich am liebsten in seinem Rückzugsort Huppenbroich lange alleine spazieren geht. „Den Ort gibt es übrigens wirklich. Huppenbroich ist ein Ortsteil von Simmerath, ich werde das öfter gefragt“, erzählt Kurt Lehmkuhl. Krankenhaus und Stadt des aktuellen Falls seien allerdings fiktiv.

Krimis schrieb der 1952 bei Aachen geborene Lehmkuhl schon während seiner Studienzeit, zunächst nur als Geschenke für Freunde. 30 Jahre war er dann Redakteur unserer Zeitung, schrieb nebenbei in seiner Freizeit weiter, und veröffentliche schließlich 1996 seinen ersten Kriminalroman. Inspirationen für seine Geschichten findet er fast überall: „Das kann ein Brett sein, dass irgendwo komisch herunterhängt. Dann beginnt die Gedankenkette.“

Rund ein Jahr arbeitet Kurt Lehmkuhl an einem Roman. Für 2018 sei dieser schon fertig, erzählt er. Nur so viel: Es geht um Fußball, passend zur anstehenden WM. Ganz aktuell in den Regalen steht außerdem der Band „Mörderisches Aachen“ (Gmeiner Verlag, 12 Euro, E-Book 9,99 Euro) entstanden, der elf Kurzgeschichten und 125 Reisetipps zusammenfasst. Mit der Idee trat der Verlag an Kurt Lehmkuhl heran. Für ihn in war die Arbeit an dem Buch in mehrerer Hinsicht spannend: „Dadurch habe ich Aachen noch einmal richtig kennengelernt.“

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