Kurpark Classix stellen Besucherrekord auf

Von: Robert Esser
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Klassische Atmosphäre: Auf der Bühne brilliert das Sinfoniorchester, davor genießen Fans das Picknick-Flair auf dem Rasen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Rund 4500 Zuschauer beim vierten Konzert der diesjährigen Kurpark Classix haben dem Open-Air-Musikfestival am Sonntagabend dank David Garretts ausverkauftem Gastspiel bei der „Last Night“ einen Gesamtbesucherrekord beschert – ohne das in den Vorjahren übliche „Da Capo“-Konzert am Montag, das 2017 wegfällt.

Im elften Jahr strömten insgesamt knapp 17.000 Menschen in den Park an der Monheimsallee – wobei nur das Unwetter am Freitagabend bei „A Night At The Opera“ (siehe Kritik Kulturseite) und die ungenügende gastronomische Versorgung beim Konzert der Fantastischen Vier am Samstagabend für kritische Bemerkungen aus dem Publikum sorgten.

„Auch wenn‘s blöd ist: Für das Wetter kann nun wirklich niemand etwas“, sagte etwa Besucherin Agnes Ziller am Freitag. „Ich bin Stammgast, mit Regen muss man rechnen. Dass aber der kommissarische Generalmusikdirektor Justus Thorau sein Orchester unter solch widrigen Bedingungen nach der Unwetterpause zurück auf die Bühne lotst und dieser junge Mann das Konzert so sympathisch fortsetzt, wird wohl in die Geschichte eingehen – sagenhaft!“, lobte sie nach dem klitschnassen Schlussakkord.

Ebenso unvergessen: Flüssiges war 20 Stunden später am Abend des Fanta-Vier-Spektakels hingegen Mangelware. Nur drei Bierstände für 8000 Fans – das war dann doch reichlich wenig. Dem Vernehmen nach fehlte Raum für zusätzliche Theken, weil viele Flächen für Rettungswege freigehalten werden mussten – und der Besucheransturm die restliche Platzbelegung komplettierte. „Aber man hätte doch mobile Getränkelieferanten mit Bierspendern wie in jedem Fußballstadion engagieren können“, meinte Besucher Franz Hindels. „Damit bekommt dieser wahnsinnig tolle Konzertabend, der so voller Energie war, leider einen faden Beigeschmack“, stellte er fest. In riesigen Trauben wurden die Bierstände vor allem zu Beginn des Abends belagert – Wartezeit locker 30 Minuten.

Noch länger dauerte der Einlass für manchen vor dem Festivalgelände. Die Schlange vor der Sicherheitsschleuse reichte zeitweise vom Lenné-Pavillon über die Monheimsallee bis zur Bastei. Auch ein Rekord, den die eigens angereisten 25 Verkehrskadetten aber glänzend in ruhige Bahnen lenkten. „Finde ich nicht schlimm, Hauptsache, alles läuft geordnet ab“, kommentierte Besucherin Sandra Laufens.

Die gewohnte Picknick-Atmosphäre fiel beim Fanta-Gig wegen Platzmangels weg. Am Sonntagabend gab‘s das Comeback der Picknickdecken, Kerzenleuchter und feinen Speisen. „Das ist genau die Atmosphäre, die unsere Kurpark Classix so einzigartig schön machen. Wir lieben das! Das gibt‘s sonst nirgendwo“, sagte Besucherin Charlotte Neunkirch. Und fingerte vorsichtshalber ein Regencape aus der Tasche...

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