„Kurpark Classix” feiern fulminanten Auftakt

Von: Christoph Classen
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Beste Stimmung bei den „Kurpark Classix”: Viele Besucher strömten mit Picknick-Körben und Decken in den Kurpark und machten es sich bei guter Musik bequem. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es waren die „Kurpark Classix” im vergangenen Jahr, die in Cordula Lutter den Wunsch weckten, das Abseits zu suchen. Damals saß sie auf einem der Plastikstühle, mit besten Blick auf die Musiker.

Und mit einer guten Aussicht auf diejenigen, die es sich neben den Stuhlreihen mit einer Decke auf der Wiese gemütlich gemacht hatten. „Die haben wir beneidet”, sagt Cordula Lutter.

Deswegen sitzt sie bei „A Night at the Opera”, dem Auftakt der diesjährigen „Kurpark Classix”, auf der Wiese neben den Stuhlreihen. Auf einer Decke haben es sich auch ihr drei Monate junger Sohn Eric und ihr Schwester mit dem achtjährigen Paul bequem gemacht. Die Oma sitzt in einem Camping-Stuhl und sie ist der Grund, warum die Familie an diesem Abend hier ist. „Wir haben ihr das zum Geburtstag geschenkt”, sagt Lutter.

Gefeiert wird unter freiem Himmel. Mit klassischer Musik, Frikadellchen, Hähnchenfilet und Käsespießen. Das will geplant sein. Um drei Uhr habe sie mit den Vorbereitungen begonnen, sagt Cordula Lutter.

Länger dauerten die Vorbereitungen bei Christian Mourad. Der veranstaltet die „Kurpark Classix” gemeinsam mit dem Stadttheater und bei der Begrüßung wird er sagen, dass es gar nicht mal so einfach sei, eine klassisches Konzert in einen Park zu verlegen.

Noch steht Mourad aber kurz hinter dem Eingang: Schwarzer Anzug, schwarze Fliege, ein bisschen Kiesstaub bedeckt den Lack der Schuhe und das Gesicht erzählt von leichter Anspannung. „Ich bin so aufgeregt, als ob ich gleich selber spielen müsste”, gesteht Mourad.

Bislang läuft alles nach Plan. Die Gäste strömen an Mourad vorbei. Sie schleppen was der Hausstand hergibt: Klappstühle, Kissen, Körbe. Gut 2500 Menschen werden letztlich den Weg in Kurpark gefunden haben. Christian Mourad greift derweil wieder zum Handy. Einer der Anrufer heißt Detlev Beaujean. Der ist Produktionsleiter beim Theater Aachen und auch dafür verantwortlich, dass beim Kurpark-Konzert alles reibungslos läuft. Zu finden ist er hinter den Kulissen, was in diesem Fall heißt, hinter einem Bauzaun der mit weißen Planen überspannt wurde. „Es ist gerade etwas hektisch”, entschuldigt sich Beaujean. Nach dem Aufbau und den letzten Vorbereitungen sei zwar eigentlich alles erledigt, aber er müsse sich so kurz vor Konzertbeginn eben noch um viele Kleinigkeiten kümmern. „Damit die Atmosphäre entsteht, die wir haben wollen”, sagt Beaujean.

Cordula Lutter und ihre Familie genießen eben diese derweil schon sichtlich. Detlev Beaujean tigert mit kontrollierendem Blick über die mittlerweile vollständig belagerte Wiese und scheint zufrieden. Als dann die ersten Harmonien erklingen, beginnt für ihn, Cordula Lutter und Christian Mourad der entspannte Teil des Abends.


Am Samstag gibt sich Rodger Hodgson mit Band und dem Sinfonieorchester beim „Crossover-Konzert” die Ehre (20 Uhr). „Malte und die Moldau” heißt die musikalische Spurensuche beim Familienkonzert am Sonntag, 11 Uhr. Zur „Last Night” lädt das Sinfonieorchester am Sonntag, 19.30 Uhr, mit Cellistin Denise Djokic. Karten gibt es in der Mayerschen Buchhandlung und beim Zeitungsverlag Aachen, Dresdener Straße 3.

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