Aachen - Kurpark Classix: Die ersten Schwergewichte sind längst da

Kurpark Classix: Die ersten Schwergewichte sind längst da

Von: Matthias Hinrichs
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Tonnenschwere Herausforderung bei 31 Grad: Bevor die Fantastischen Vier, David Garrett, Malte Arkona und die Kollegen des Sinfonieorchesters Aachen am Wochenende die Bühne im Stadtpark erobern, sind die Techniker aus Augsburg längst in buchstäblich tragenden Rollen zu erleben. Foto: Michael Jaspers
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„Positiver Stresstest“: Veranstalter Christian Mourad schaut trotz mancher neuer Herausforderung gelassen aufs Wochenende im Zeichen der Kurpark Classix. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn Marco Schreiber mit seinem rund 50-köpfigen Bühnentechniker-Team aus Augsburg die Fäden für die erste große „Inszenierung“ im lauschigen Grün zieht, sieht das etwas anders aus als bei seinen Kollegen und Landsleuten von der berühmten Augsburger Puppenkiste.

Schreiber und Co. haben in der Tat wuchtigere Kaliber zu stemmen. Davon zeugt nicht nur der gigantische Kran, der sich einstweilen hinterm Lenné-Pavillon breitgemacht hat. Aber gemach. Die Jungs aus Bayern haben auch bei schweißtreibenden 31 Grad im Schatten buchstäblich alles im Griff.

Schreiber, quasi der Dirigent der Schraubenschlüssel, sorgt schließlich schon seit der Premiere der „Kurpark Classix“ vor elf Jahren regelmäßig für perfektes Zusammenspiel – lange bevor die ersten leibhaftigen Musiker zur Ouvertüre der Kurpark-Classix am kommenden Freitag die Bretter an der Monheimsallee entern.

Apropos: Ganz so rund wie in den Vorjahren geht das emsige Treiben in Sachen Bühne diesmal trotzdem nicht über Selbige. „Diesmal spielen die Künstler nicht unterm ,klassischen‘ gewölbten Dach“, erzählt „Classix“-Impresario Christian Mourad.

Denn wenn die Fantastischen Vier am Samstag ihre gigantische HipHop-Show abziehen, dann kommt natürlich auch deren komplettes Equipment wahrlich schwergewichtig daher. Runde 40 Tonnen Material muss die Konzertbühne, Typ TGV II, insgesamt schon tragen können. Allein unterm (geraden) Dach können bis zu 8,7 Tonnen Licht- und Tontechnik eingehängt werden.

„Um die komplette Ausstattung herzutransportieren, brauchen wir schon fünf große Trucks“, berichtet Marco Schreiber. Spätestens nach dem Auftritt von Smudo und Kollegen ist fürs Team aus Augsburg also Nachtschicht angesagt – damit die „Classix for Kids“ mit Moderator Malte Arkona am helllichten Sonntagvormittag ungestört auf den Spuren von Mozarts Königin der Nacht wandeln können. „Das wird sicher ein Stresstest – im besten Sinne“, meint Christian Mourad.

Lampenfieber plagt den emsigen Veranstalter offensichtlich trotzdem kaum. Immerhin sind die Tickets für die Fantastischen Vier längst ebenso vergriffen wie die Karten fürs erste konzertante Heimspiel des international gefeierten Stargeigers David Garrett nach über einem Jahrzehnt. Inzwischen werden die Bil-lets im Internet teils für bis zu 270 Euro gehandelt, weiß Mourad – „echt schofelig“ angesichts der Originalpreise von knapp 75 Euro für 8000 Zuschauer beim den Auftritt die Pop-Ikonen aus Stuttgart, findet der Konzertveranstalter.

Zelte statt Pavillon

Allerdings verkraftet die idyllische „Location“ im Schatten der Parkbäume nun einmal nicht mehr als 4500 Besucher auf der Wiese nebst 1332 Sitzplätzen auf der großen Tribüne, wenn dort auch noch die Picknickkörbe ausgepackt werden. Damit es denen an nichts fehlt, hat Mourad die kulinarischen Angebote jenseits der obligatorischen Picknickdecken diesmal in drei Catering-Zelten untergebracht. Der abrissreife Lenné-Pavillon steht bekanntlich nicht mehr fürs Rendezvous der VIPs zur Verfügung.

Dem Bierchen bei „Fanta 4“ soll natürlich dennoch nichts im Wege stehen. Auch wenn die Fresskörbe beim Gastspiel der rappenden Schwaben am Samstag – von wegen Sicherheit – zu Hause bleiben müssen. Ansonsten freilich gilt: Frikadellen und Kartoffelsalat aus Mutters Küche gehören 2017 wieder ebenso dazu wie die Streicher zum Sinfonieorchester Aachen.

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