Kurios: In 40 Minuten viermal in die Blitze

Von: red/pol
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Foto Radar Trio
Innerhalb von 40 Minuten raste das Trio mit dem Auto der Mutter viermal durch die Messstelle auf der Schleidener Straße. Foto: Polizei

Brand. Ein 14 Jahre alter Junge und zwei 17-Jährige haben es geschafft, sich durch eine Auto-Spritztour jede Menge Ärger einzuhandeln und zig Seiten einer Polizeiakte zu füllen.

Mit Mutters Auto, darauf eine gelbe Rundumleuchte, ohne Führerschein, mit gestohlenen Kennzeichen und mit Sturmhauben maskiert, war das Trio nach Angaben der Polizei nachts unterwegs und „wollte die Blitzanlagen im Voreifelbereich testen“. Die Maskerade hielt ziemlich lange. Jetzt aber wurde der lange Atem der Polizei belohnt.

Alle drei wurden identifiziert. In ihren Vernehmungen waren die drei weitgehend kleinlaut und geständig. Anfang November 2013 hatten sie nachts an einem Streifenwagen der Wache Brand die Kennzeichen gestohlen. Mitte November stibitzte dann der 14-Jährige nachts heimlich der Mutter die Autoschlüssel.

Anschließend wurden die Kennzeichen des Polizeiwagens an den Opel der Mutter montiert und los ging die Spritztour in die Eifel. Nach ihren Angaben war in jener Novembernacht lediglich eine stationäre Radaranlage in der Voreifel „scharf geschaltet“. Die Anlage in Walheim.

Innerhalb von 40 Minuten raste das Trio mit dem Auto der Mutter viermal durch die Messstelle auf der Schleidener Straße. 50 km/h sind dort erlaubt. Die Blitze fotografierte die drei jenseits der 100 km/h. Schnellste Messung war 104 km/h.

Das Radarfoto zeigt die drei maskiert, mit Stinkefinger in die Kamera winkend. Einem aufmerksamen Polizisten war jetzt bei einer Fußstreife durch Aachen-Brand das fotografierte Auto aufgefallen. Zwar waren wieder die richtigen Nummernschilder montiert, aber die Identifizierung war einwandfrei.

Die zwei 17-Jährigen machten zum Zeitpunkt der Tat ihren Führerschein. Die Polizei hat jetzt jedoch „massive Zweifel an der charakterlichen Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen“ bei der Behörde angemeldet.

Vor dem Jugendschöffengericht werden sich die drei Täter nun verantworten müssen. Die Tatbestände: Diebstahl von Autokennzeichen und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Dazu kommen natürlich noch die Geschwindigkeitsverstöße und Verwaltungsgebühren.

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