Kurhaus erwartet eine wahre „Tennisschlacht“

Von: Roman Sobierajski
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Faires Shakehands nach einer hochklassigen Partie: Kurhaus-Spieler Aljaz Bedene (rechts) fuhr gegen Jürgen Melzer den Siegpunkt gegen Krefeld ein. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es war wie so häufig im Leben: Des einen Freud... „Krefeld ist es heute genauso ergangen wie uns gegen Mannheim“, hatte Alex Legsding, Teamchef des TK Kurhaus Aachen, Mitleid mit dem unterlegenen Gegner, der mit einer 1:5-Niederlage nach Hause geschickt wurde. „Aber natürlich ist dieser Spieltag für uns wie gemalt, wir sind mittendrin im Meisterschaftsrennen.“

Alle Konkurrenten im oberen Drittel mussten Federn lassen, während der Vizemeister seine Ausgangsposition klar verbesserte.

Dabei begann die Partie alles andere als gut, denn zunächst regnete es vor 650 Zuschauern pünktlich vor dem ersten Ballwechsel, so dass die Begegnung für zwei Stunden unterbrochen werden musste. Dann hatte Aachens Nummer eins Florian Mayer riesige Probleme, gegen Paolo Lorenzi in die Begegnung zu finden, lag im ersten Satz schnell mit 0:4 zurück und verbuchte bis zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Punktgewinn.

Doch dann gewann der 32-Jährige zusehends an Sicherheit, schaffte selbst ein Break und hatte zwei Möglichkeiten zum 4:4. Doch nachdem Lorenzi zum vierten Mal Vorteil hatte, stand es doch 3:5 – und der erste Satz war weg. Mayer konservierte seine Form im zweiten Satz, stand bei 3:2 mit einem Break vor, als Lorenzi vergeblich einem tollen Stop seines Gegners entgegen hastete, hängen blieb und sich am Sprunggelenk verletzte.

Der Italiener nahm eine Verletzungsunterbrechung und entwickelte einen Notfallplan: Er gab angeschlagen beide noch ausstehenden Spiele zu Null weg, um seine Chance im Champions Tiebreak zu suchen. Doch der Kurhaus-Spieler sicherte den Gastgebern den ersten Sieg, dem Matthias Bachinger in einer einseitigen Partie gegen Pablo Galdon fast zeitgleich den zweiten hinzufügte.

Das Krefelder Pech hielt noch weiter an, denn Antal Van der Duim hatte gegen Matthias Bachinger Schulterprobleme, eröffnete seine Spiele eher mit Einwürfen als mit Aufschlägen. Fast makelloses und mühelos wirkendes Tennis von Aljaz Bedene gegen Jürgen Melzer, das der Brite mit zwei Assen und einem unretournierbaren Service beendete, brachte den Siegpunkt.

„Ich erwarte, dass Halle am Sonntag hier bärenstark aufgestellt auflaufen wird“, warf Legsding schon einen Blick auf die Sonntagspartie. „Das wird eine Wahnsinns-Tennisschlacht.“

Kurhaus Aachen - Krefeld 5:1: Florian Mayer - Paolo Lorenzi 4:6, 6:2, 10:6; Aljaz Bedene - Jürgen Melzer 6:2, 6:2; Renzo Olivo - Antal Van Der Duim 6:2, 6:1, Matthias Bachinger - Pablo Galdon 6:2, 6:2; Bachinger/Nils Langer - Lorenzi/Van der Duim Wert. 6:0, 6:0; Mayer/Maximilian Marterer - Melzer/Galdon 6:7 , 6:1, 7:10

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