Kunstvoller Blick auf eine Bergbauregion

Von: Kathrin Albrecht
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Dokumentieren im Atelierhaus ein Stück regionale Wirtschaftsgeschichte: Willi Filz, Nadja Bascha und Janice Orth (von links) in der Ausstellung "mine mapping". Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Blickt man vom Lousberg aus Richtung Norden, sind die ehemaligen Abraumhalden noch deutlich zu erkennen. Sie sind bleibende Erinnerung daran, dass Aachen einst eine Bergbauregion war. Der Bergbau und aktuell auch der Braunkohletagebau prägten und prägen Landschaft und Leben der Menschen dieser Region bis heute.

Das macht die Ausstellung „Mine mapping“ sichtbar, die ab Sonntag im Atelierhaus zu sehen ist.

Das euregionale Gemeinschaftsprojekt, an dem sich neben dem Aachener Atelierhaus das Kunstzentrum Signe in Heerlen und das Eupener Tanzensemble Compagnie Irene K. beteiligen, nimmt das Thema fotografisch und filmisch in den Blick und zeigt die landschaftlichen und infrastrukturellen Veränderungen in der Region.

Inhaltlich ist die Ausstellung an das „Jaar van de Mijnen 2015“ geknüpft, das an die Schließung der letzten Bergbaureviere in Heerlen vor 50 Jahren erinnert. Für Atelierhaus-Geschäftsführerin Nadya Bascha ist das Projekt eine spannende Herausforderung, „denn es ermöglicht einen vielschichtigen Zugang zum Thema“. Bis zum 3. Mai sind im Atelierhaus Arbeiten von fünf Künstlern aus der Euregio zu sehen. Daneben werden prämierte Kurzfilme des „Dutch Mountain Film Festival“ aus Heerlen gezeigt, die sich inhaltlich mit dem Thema Bergbau befassen.

Den Wandel des Dorfes Borschemich bei Erkelenz dokumentierte Janice Orth. Sie lebt in der Nähe des Tagebaureviers Garzweiler II und verfolgt die Veränderungen in der Region bereits über Jahre. „Ich suche immer wieder die Orte auf, um festzuhalten, wie sie sich verändern.“ Die landschaftlichen Veränderungen dokumentieren Fotografien, die während einer Fotoexkursion des Heerlener Kunstzentrums in die verschiedenen Bergbaugebiete entstanden sind. Zeitgleich zeigt das Kunstzentrum die übrigen Ergebnisse der Fotosafari.

Die Eröffnung von „Mine Mappings“ am Sonntag wird in Aachen und Inden stattfinden. Um 17 Uhr eröffnet Manfred Bausch, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands Region Aachen, die Ausstellung im Atelierhaus. Ein Shuttlebus bringt die Besucher im Anschluss nach Inden.

Im dortigen Aussichtsturm Indemann gestaltet die Compagnie Irene K. eine Tanzperformance, die das Thema in Bewegung umzusetzen versucht. Im Anschluss ist der Film „Verlorene Seele“ von Jo Dautzenberg zu sehen. Auch eine Podiumsdiskussion ist geplant, bei der verschiedene Akteure, unter anderem Bewohner aus den Tagebaugebieten sowie die Entwicklungsgesellschaften Inden und Aachen, miteinander diskutieren, ist in Planung.

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