Kunstmarkt: Ein heiliger Pillendreher im Fußballstadion

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Dr. Dj. Abbassian aus Übach-Palenberg präsentierte seine „Insekten-Art“ beim Kunsthandewerkermarkt in Vaals. Foto: Andreas Herrmann
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Modell ohne Laufsteg: Die Skulpturen von Barbara Hänsel zogen die Blicke der Besucher an. Foto: Andreas Herrmann

Vaals. Für Dr. Dj. Abbassian ist die Grenze zwischen Beruf und Kunst fließend. Der Biologe, der auf dem Kunstmarkt in Vaals seine Arbeiten präsentierte, verband den wissenschaftlichen Aspekt ganz spielerisch mit dem künstlerischen.

Sein „heiliger Pillendreher im Fußballstadion“ lockte besonders viele Interessierte an seinen Stand. „Mich haben schon immer Insekten fasziniert, weshalb ich Biologie studierte. Seit einigen Jahren fertige ich 3D-Modelle von Insekten an, mal für den Biologieunterricht, aber auch als Kunstobjekte“, erzählte Abbassian.

Den Pillendreher, auch Mistkäfer genannt, hat der Künstler kurzerhand Fußballfan werden lassen und statt Kuhmist dreht das Tier nun einen Fußball. Eingerahmt lässt das Objekt vor allem das Herz echter Fußballfans höherschlagen, denn: „Ich kann den Käfer als FC-Bayern-Spieler oder mit jedem anderen beliebigen

Neben Mistkäfern, Ohrenkneifern und Schneidern, fand man auf dem Kunstmarkt allerdings noch viel mehr kreative Ideen. Organisiert von dem Kunst- und Kulturzentrum De Kopermolen zeigten nationale und internationale Aussteller ihre Arbeiten. Aquarelle, Zeichnungen, Kleidung oder Schmuck in allen Varianten machten das kreative Potenzial sichtbar. Und mittendrin taten sich immer wieder kleine Besonderheiten auf. So zum Beispiel die Skulpturen von Barbara Hänsel.

Unter ihrem Label „Dick Madame“ fertigt sie seit 15 Jahren Modelle von Frauen an, die zwar nicht dem Schönheitsideal der Laufstegmodels entsprechen, aber gerade deshalb zu besonderen Hinguckern werden. Jede Figur ist ein Unikat und mit Modelliermasse auf Holzbasis angefertigt. Das Modell „Shoppingqueen“ zauberte vor allem den Besucherinnen ein Lächeln ins Gesicht. Bepackt mit Tüten, auf Pumps und top gestylt mit Ohrringen und im schicken Kostümchen, zeigt die Figur so manches wahre Klischee auf.

Nur ein paar Meter weiter, vorbei an Tüchern, Glaskunstwerken und Gemälden, fand man die Arbeiten von Simon Gort. Seine fantasievollen kleinen Holzarbeiten, die als Schmuckkästchen genutzt werden können, halten sich an keine festen Vorgaben hinsichtlich der Form. Und gerade das macht sie so besonders. Besonders war auch die Atmosphäre auf dem Kunstmarkt.

Neben vielen Ausstellern sorgten das Angebot an Speisen und Getränken sowie tolle musikalische Einlagen für eine rundum gelungene Veranstaltung.

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