Aachen - Kunst und Musik: Festival „Kimiko“ trifft den richtigen Ton

Kunst und Musik: Festival „Kimiko“ trifft den richtigen Ton

Von: Gerd Simons
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Ein voller Erfolg: Das „Kimiko-Festival“ am Ludwig-Forum – hier Sebastian Sturm auf der Bühne – kam bestens an. Foto: Andreas Herrmann
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Lockeres Flair: Das Areal rund ums Ludwig Forum erwies sich als ideales Festival-Gelände. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Premiere des „Kimiko-Summer-Festivals“, das laut Veranstalter Rick Opgenoorth jetzt in „Serie“ gehen soll, ist fulminant geglückt. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen lockten am Freitag und am Wochenende 27 Bands rund 3000 Musikfans in den Park und in den Hof des Ludwig Forums.

In Zusammenarbeit mit dem Lufo haben die Veranstalter Rick Opgenoorth und Wolfgang Schumacher mit ihrem Team im wahren Wortsinn den richtigen Ton getroffen. Gleichzeitig wurden die Türen zum Museum weit geöffnet, um das Ludwig Forum kunstinteressierten Musikfans durch Kurzführungen und offene Werkstätten näher zu bringen.

So standen Kinder unter pädagogischer Anleitung an der Staffelei oder bastelten Masken und Kostüme von Superhelden. Rick Takvorian, 16 Jahre im Lufo als Programmgestalter tätig und seit 2006 Leiter des Veranstaltungsmanagement der Stadt Aachen, lobte die Initiative, ein solches Festival auf die Beine zu stellen: „Ich bin froh, dass es das ‚Kimiko-Summer-Festival‘ gibt, weil sowas bisher im Angebot fehlte. Es gibt dem Lufo wieder den Forum-Charakter zurück, den der Kunstsammler Peter Ludwig damals im Blick hatte.“

So war das Gebäude der ehemaligen Schirmfabrik Emil Brauer und jetzige Museum für internationale Kunst Kulisse für das bisher in dieser Form einzigartige Festival, das Lust auf mehr Kultur in dieser Kombination macht. Für jeden Geschmack hatten Rick Opgenoorth & Co. die musikalische Speisekarte ihres Babys „Kimiko“ bestückt: von HipHop und Techno über Brit-Pop, Singer/Songwriter-Musik, Jazz-Rock, Rockabilly und Rock bis hin zum Blues mit Öcher Texten reichte die Palette.

Gleich drei Bühnen hatten die Initiatoren im einladenden Park und Hof des Forums im Schatten der Großskulptur „Ballerina-Clown“ des Künstlers Jonathan Borofsky platzieren lassen. So pendelten während aller drei Festivaltage die Fans zwischen den einzelnen Konzerten hin und her – denn der Liebhaber handgemachter sowie elektronischer Musik wollte ja möglichst viele der hochkarätigen Darbietung genießen.

Der weitläufige Park wurde bei Sonne, sommerlichen Temperaturen und toller Musik dazu genutzt, mit Kind und Kegel in unaufgeregter Atmosphäre zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und im Kollektiv eine gute Zeit zu haben. Auffällig viele Kinder saßen fast andächtig vor den Bühnen und lauschten den Klängen – natürlich ausgestattet mit entsprechendem Gehörschutz.

Auch musikalisch ist das Konzept aufgegangen: Lokale Youngster und hochkarätige Bands aus der Region passten ideal zusammen. Neben den Festivalbesuchern, die das Angebot durchweg lobten, waren auch Musiker, wie Karsten Nordhausen, der mit Julita Elmas auf der Bühne stand, vom Angebot begeistert: „Das Festival ist total cool. Die Location ist grandios, es herrscht eine tolle Stimmung und ich habe selten ein solch begeisterungsfähiges Publikum gesehen.“

Top-Acts des dreitägigen Events waren unter anderem Grundrauschen, Emma6, I‘m not a band, Neogene, The Tideline das Duo Kaspari/Böttcher, Peter Sonntag und Reggae-Spezialist Sebastian Sturm, der am Samstagabend unter anderem mit Songs aus seinem aktuellen Album „The Kingston Session“ begeisterte.

Zufriedene Gesichter auch bei den Veranstaltern Wolfgang Schumacher und Rick Opgenoorth vom Jakobshof. Ogenoorth: „Es war viel Arbeit und es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich bin mit dem Debüt des Festivals zufrieden. Darauf können wir aufbauen.“

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