Kultveranstaltung „Die Feuerzangenbowle“: Stilgerecht mit Frack, Zylinder und Stock

Von: Angelina Boerger
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Ein Kult-Klassiker, der die Massen anlockt: Bei der Aufführung des Films „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944 war die Aula im Hauptgebäude der RWTH voll besetzt. Foto: Andreas Steindl
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Mehr als bloß Filmstudio: Zum Rahmenprogramm des „Feuerzangenbowle“-Abends gehörte unter anderem ein Auftritt der Showtanzgruppe des Hochschulsportzentrums der RWTH. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt.“ Die Rede ist von einm Klassiker, und am vergangenen Freitag war es wieder soweit: Das RWTH-Filmstudio präsentierte zum 28. Mal den Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann aus dem Jahre 1944.

Er wurde gleich sechs Mal in zwei Zeitschienen gezeigt. Das seit den 1960er Jahren bestehende Filmstudio der RWTH, dass jeden Dienstag und Mittwoch Kinohits, Klassiker und Neuheiten im Programm hat und sich sonst vorrangig an Studenten wendet, öffnet zu diesem alljährlichen Spektakel seine Türen für alle Fans des Kultfilms.

Neben der Vorführung im Karman-Auditorium gab es eine Gala-Veranstaltung in der Aula des Hauptgebäudes der Hochschule, zu der die meisten Gäste in filmgetreuer Aufmachung erschienen. Die Damen in edler Abendgarderobe, die Herren mit Frack, Zylinder, Fliege und Stock, konnten zudem einem zusätzlichen Rahmenprogramm beiwohnen. So fand vor der Vorstellung eine kurze Ansprache zum Film statt sowie eine Verlosung unter den Gästen und ein Auftritt der Tanzgruppe des Hochschulsportzentrums der RWTH.

Außerdem wurde das Publikum aufgefordert, während des Films aktiv mitzumachen. Dafür wurde eine „Feuerzangenbowle Mitmach-Hilfe“, in Form eines Flyers verteilt. Dieser gab verschiedene Anweisungen, wie sich die Zuschauer während des Films verhalten sollten: Lief beispielsweise die Frühstücksszene an, sollte man den eigenen Handy-Wecker klingen lassen oder etwa die Taschenlampe des Handys einschalten, sobald Rühmann als Hans Pfeiffer („Pfeiffer mit drei f“) im Erdkunde- oder Chemieunterricht saß. Während der Gesangsszenen war kräftiges Mitsingen erwünscht.

Für geölte Kehlen sorgten Dosenbier und Softdrinks, nur von Feuerzangenbowle fehlte auf der Getränkekarte jede Spur. „Das ist leider etwas zu gefährlich, da wir nicht möchten, dass jemandem während der Vorstellung übel wird,“ erklärt Anna Schmidt, Organisatorin des Abends und Mitarbeiterin des Filmstudios. „Dafür machen wir unter Mitgliedern und Ehemaligen später noch eine Feier. Da wird es dann ein Buffet und natürlich auch Bowle geben.“

Kay Wißmann, ehemaliger Maschinenbaustudent der RWTH, lässt es sich nicht nehmen, jedes Jahr von seinem aktuellen Wohnort Hannover bis nach Aachen zu fahren, um bei diesem spektakulären Abend dabei zu sein. „Ich war von 1999 bis 2008 Mitglied des Filmstudios der RWTH und organisiere als Fördermitglied bis heute die Vorführung der Feuerzangenbowle mit.“

Als großer Fan des Klassikers darf er dieses Jahr sogar die Ansprache im Saal halten. Wer nach der Filmvorstellung den Abend noch ausklingen lassen wollte, konnte am Themenabend mehrerer Aachener Kneipen teilnehmen und mit Feuerzangenbowle und Heidelbeerwein anstoßen. Für Partygänger bot das Filmstudio zum elften Mal in der Diskothek „Nox“ in der Blondelstraße eine Fete zum Film an.

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