Aachen - Kulturwochen: Kreativität kennt keine Grenzen

Kulturwochen: Kreativität kennt keine Grenzen

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Schwarzweiß- und Farbfotografien an den Geländern, selbst hergestellte Skulpturen und Möbel und ein buntes Bühnenprogramm mit Theater, verschiedenen Tanzeinlagen, Cajon-Trommeln und einer Modenschau —die bunte Abschlussveranstaltung war das Produkt der Kulturwochen an der Maria-Montessori-Gesamtschule.

Vom 24. Oktober bis zum 4. November konnten rund 170 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Kulturwochen finden im Rahmen des Kulturagenten-Programms statt. In zwölf Workshops konnten die Jugendlichen sich künstlerisch betätigen. Dabei entstanden viele Kunstwerke und Darstellungen rund um das Thema „Verbindungen“. Dies konnten Verbindungen zwischen Materialien sein, wie es unter anderem im Crossover-Workshop umgesetzt wurde, aber auch menschliche Verbindungen, die zum Beispiel im Fotografie-Workshop eine Rolle spielten. Vor allem Liebe und Freundschaft wurden deutlich als Themen für Verbindungen umgesetzt.

So drehte sich das Improvisationstheater zum Beispiel um Liebe, vom Anmachspruch bis hin zu verschiedenen Assoziationen der Schüler zu dem Thema.

Die Kulturwochen ersetzen zwei Wochen lang den Unterricht der 9.Klassen und sollen auch berufsorientierende Zwecke erfüllen. Teamfähigkeit, Kreativität, aber auch das Selbstbewusstsein der Schüler soll gefördert werden. „Das liegt daran, dass die Schüler herausgefordert werden und ein Stück weit über ihre Grenzen hinausgehen“, erklärte Irmgard Braun, Schulleiterin der Gesamtschule, den Zusammenhang zwischen der Förderung des Selbstbewusstseins und den Kulturwochen. „Man muss sich an Dinge trauen, die man nicht kennt. Das ist die Herausforderung“, erklärte Braun weiter.

Mut erforderte zum Beispiel auch der Musikworkshop, der eine Band gründete. Von zehn Jugendlichen konnte nur einer ein Instrument richtig spielen, die anderen lernten die Instrumente in den neun Tagen der Kulturwochen kennen. Der erste Auftritt vor Publikum war in der Fußgängerzone. Auf der Abschlussveranstaltung präsentierten sie ein Liebeslied, dass sie selbst geschrieben hatten. Der Workshop förderte offensichtlich den Zusammenhalt der Gruppe. „Sie sind in einen Topf geworfen worden und haben sich zusammen arrangiert“, erzählte Michael Witte, Leiter des Musikworkshops.

Die verschiedenen Workshops finden in Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern in der Schule, aber auch an außerschulischen Orten statt.

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