„Kulturpreis Karl IV.” wird Rudolf Jindrák verliehen

Von: Aljona HArtstock
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Einstimme Entscheidung: Die Ju
Einstimme Entscheidung: Die Jury mit (von links) Dompropst Helmut Poqué, AZ-Chefredakteur Professor Bernd Mathieu, Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Kulturvereinsvorsitzenden Vera Blazek hat Botschafter Rudolf Jindrák als neuen Preisträger auserkoren. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Im vergangenen Jahr war Rudolf Jindrák noch der Schirmherr der Verleihung des „Kulturpreises Karl IV.”, hat den Preisträgern Michaela und Michael Wirtz sowie Zuzana Ruzicková gratuliert. Nun wird ihm die Gratulation gelten, denn dieses Mal ist er selbst der Preisträger.

Der tschechische Botschafter in Berlin hat die Jury des Kulturvereins Aachen-Prag, die den Preis seit 2010 jährlich vergibt, mit seinem Einsatz für die Intensivierung der deutsch-tschechischen Beziehungen überzeugt und ist damit der dritte tschechische Preisträger des Kulturpreises.

Auch dieses Jahr hatte der Vorstand des Vereins mehrere Vorschläge für mögliche Preisträger eingereicht. In intensiven Diskussionen habe sich die sechsköpfige Jury aber schnell auf den tschechischen Botschafter konzentriert, sagt AZ-Chefredakteur Professor Bernd Mathieu, Sprecher der Jury.

Die letzten Zweifel konnten nach Gesprächen mit Personen aus Jindráks Umfeld ausgeräumt werden. „Wir haben uns mit Leuten aus der Tschechischen Republik unterhalten, die den Botschafter kennen, und so die Bestätigung erhalten, dass er der richtige Kandidat ist”, sagt Mathieu. Die Wahl auf Jindrák fiel anschließend einstimmig.

Seit vielen Jahren sehr engagiert

Ein Blick in Jindráks bisherige Laufbahn erklärt die Entscheidung des Kulturvereins: Seit vielen Jahren engagiert sich der designierte Preisträger für partnerschaftliche Beziehungen Tschechiens mit seinen Nachbarländern - nicht zuletzt mit Deutschland.

Zwischen 1991 und 1997 war er zunächst Konsul und später Generalkonsul der Tschechischen Republik in München. Während dieser Zeit förderte er den Dialog zwischen den beiden Ländern, der 1997 schließlich in der Unterzeichnung der Deutsch-Tschechischen Erklärung mündete. In dem Dokument verpflichten sich beide Seiten dazu, gute nachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen, und stimmen darin überein, dass das begangene Unrecht der Vergangenheit angehört.

„Diese Deutsch-Tschechische Erklärung ist ein Teil meines Lebens”, sagte Jindrák in einer Rede im Jahr 2004. Es folgten unter anderem Stationen als tschechischer Botschafter in Ungarn (1998 bis 2001) und in Österreich (2004 bis 2006).

Seit 2006 ist der Tscheche Botschafter in Berlin. Die Verbindung zum Kulturverein entstand bei einem Treffen in Bonn im Jahr 2007. Der Botschafter begleite und unterstütze seitdem die Arbeit des Vereins, erzählt Vera Blazek, Vorsitzende des Kulturvereins Aachen-Prag.

Die diesjährige Verleihung des „Kulturpreises Karl IV.” ist für Sonntag, 22. Juli, geplant. Bei gutem Wetter wird die Matinée-Veranstaltung im Quadrum des Domkreuzgangs stattfinden; bei Regen soll wie schon im vergangenen Jahr in die Aula der Domsingschule ausgewichen werden.

Urkunde und Medaille

Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Medaille, die ein Porträt Karls IV. zeigt. Unbekannt ist allein noch, wer der Laudator der Preisverleihung sein wird, da Jindrák darum gebeten hat, diesen selbst ansprechen zu dürfen.

Der „Kulturpreis Karl IV. des Kulturvereins Aachen-Prag” wird seit 2010 an Personen verliehen, die sich besonderer Leistungen in der Verständigung zwischen den beiden Städten, aber auch zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik insgesamt verdient gemacht haben.

Die Jury des Vereins freut sich, nun erstmals auch ein tschechisches Mitglied vorweisen zu können: Dan Jiránek, Oberbürgermeister der Stadt Kladno, sei für Sitzungen der Jury bereits bei zwei Gelegenheiten extra nach Aachen angereist, sagt Mathieu.
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