Kulturinitiative Kornelimünster: Rauer Charme passt prima ins Konzept

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Die alte Turnhalle der Reichsabtei in Kornelimünster: Hier startet die Kulturinitiative Kornelimünster ein neues Programm. KIK-Vorsitzende Marion Süßmilch und Dr. Marcel Schumacher, Leiter des Kunsthauses NRW, sind gespannt auf die Wirkung der neuen Räume. Foto: Andreas Steindl
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Die alte Turnhalle der Reichsabtei in Kornelimünster: Hier startet die Kulturinitiative Kornelimünster ein neues Programm. KIK-Vorsitzende Marion Süßmilch und Dr. Marcel Schumacher, Leiter des Kunsthauses NRW, sind gespannt auf die Wirkung der neuen Räume. Foto: Andreas Steindl

Kornelimünster. Die Kartons mit Akten und ein großer Papiercontainer können es nicht verhindern: Betritt man die alte Turnhalle der Reichsabtei in Kornelimünster, ist man sofort von dem rauen Charme des grundsanierten Gebäudes fasziniert. Eine hohe Decke, an der an einigen Stellen die Dachbalken zu sehen sind, grob verputzte Wände, die den Blick hin und wieder aufs freigelegte Mauerwerk zulassen.

Hohe, funktionale Fenster an beiden Seiten der ehemaligen Scheune. „Der Raum bildet einen starken Kontrast zu den sonstigen Räumen im Abteigebäude“, weiß Dr. Marcel Schumacher, Leiter des Kunsthauses NRW Kornelimünster, das in der alten Benediktinerabtei sein Zuhause hat. Gerade deswegen aber ein Raum, den Schumacher zukünftig gern immer mal wieder bespielen will – mit Performances, Tanz oder Musik.

Die noch bis Ende 2018 von der RWTH Aachen dort gelagerten Akten rutschten deshalb ein wenig nach hinten. Das kam der Kulturinitiative Kornelimünster (KIK) gerade recht. Sie ist schon jetzt regelmäßiger Gast im Kunsthaus NRW, freut sich aber dennoch über einen weiteren, vor allem auch etwas größeren Ort, in dem sie Kultur für den Stadtteil anbieten kann. „Es ist eine weitere interessante Spielfläche“, findet KIK-Vorsitzende Marion Süßmilch. Da das Programm der KIK zwar immer hochwertig, aber eben auch mal experimentell und überraschend sei, passe die Turnhalle sehr gut ins Veranstaltungskonzept des Vereins.

So ist das Premieren-Programm für den ersten Turnhallen-Test schon etwas, das man nicht allzu oft zu Gehör bekommt: Das neunköpfige „Art’n Schutz Orchester“, das nicht nur bei Jazz-Freunden als „Leckerbissen“ gilt und vor allem gar nicht allzu oft zu sehen und zu hören ist. Das Ensemble macht mit zwei Konzerten am Sonntag, 10. September, parallel zum Tag des offenen Denkmals in der Benediktinerabtei, den Auftakt. „So eine große Anzahl von Künstlern auf einmal konnten wir bislang gar nicht in unser Programm aufnehmen“, freut sich Süßmilch über ganz neue Möglichkeiten mit der Öffnung der Turnhalle.

Auch sie war dem rauen Charme der Vergangenheit des Raumes sofort erlegen. „Jetzt schauen wir einmal, wie er mit Publikum funktioniert“, meint die Vorsitzende und ist doch fest überzeugt, das sich auch die Menschen aus Kornelimünster und darüber hinaus gern vom Atem der Vergangenheit umwehen lassen werden – trotz fehlender Heizungs- und Toilettenanlage.

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