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Kulturelles Herz schlägt im „Alten Kurhaus“

Von: Ines Kubat
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Aachen. Von jecken Karnevals-Gassenhauern im prunkvollen Ballsaal bis zur außergewöhnlich andersartigen Präsentation der Zeitgenössischen Musik in der Klangbrücke – im Alten Kurhaus finden alle kulturellen Veranstaltungen gleichermaßen Platz.

An diesen Erfolg möchten die Veranstalter 2014 anknüpfen und präsentierten nun das Frühjahrsprogramm: In gewohnt vielfältiger Manier werden von Januar bis Juni Vorträge und Lesungen namhafter Autoren stattfinden, Musik aus Genres von Klassik bis Jazz zu hören sein, und Dramen und Komödien auf die Bühne gebracht. Mit vielen Highlights versprechen die geplanten Veranstaltungen, das Herz so mancher Kulturbegeisterter höher schlagen zu lassen.

 60 Prozent der dortigen Programmpunkte seien mittlerweile kultureller Art und hätten allein im vergangenen Jahr knapp 32.000 Besucher angelockt, freut sich Irit Tirtey, Geschäftsführerin des Kulturbetriebes der Stadt Aachen. 

Für die musikalisch Experimentierfreudigen beispielsweise hat die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik (GZM) Einiges organisiert. Am 1. Februar bietet das Arnie Bolden Trio in der Klangbrücke jegliche Formen von Jazz-Kompositionen, und bringt dabei modernen Jazz, Drum‘n Bass oder Elektronika auf die Bühne. Einen Tag zuvor, am 13. Februar, geht es mit „Splash“ – dem Konzert des Percussionensembles von NRW und Aachen – in rhythmische Höhenflüge. Denn die Musiker bieten ein Programm zwischen Neuer Musik, Improvisationen und Weltmusik.

„Keine Lust auf Mozart – Alte Filme/Neue Töne“ lautet der provokante Titel des Abends vom 18. Januar: Es ist die Abschlusspräsentation eines Schulprojekts mit der Gesamtschule Brand. Gemeinsam mit der Musikschule der GZM, den Mitgliedern des Improvisationsensembles von music loft und vom „Neue Musik Ensemble Aachen“ werden einige Filmausschnitte neu oder erstmals vertont dargeboten.

Aber auch Fans klassischer Musik kommen im ersten Halbjahr auf ihre Kosten: Nicht nur finden in regelmäßigen Abständen Konzerte der Reihe „Weltklassik am Klavier“ statt, sondern es gibt zudem wieder ein Sommer-Matinée des Aachener Kammerorchesters. Das Ensemble unter Leitung von Dirigent Reinmar Neuner kontrastiert am 29. Juni Werke aus der Wiener Klassik mit der Neuen Wiener Schule. Zu Gehör bringen sie „Die Uhr“ von Haydn und drei kleine Stücke von Schönberg.

Wen die Theaterbühne mehr interessiert, kann sich Karten für den 8. März sichern. Denn dann feiert das Ensemble „Aixperten“ Premiere mit „Gott des Gemetzels“. Im bekannten Vier-Personen Drama, entlarven die Schauspieler die Zerbrechlichkeit bürgerlichen Scheins: Aus anfänglich zivilisierten Gesprächen, entwickeln sich hitzige Streitgespräche, Fassaden kontrollierten Seins bröckeln und alles eskaliert in ein regelrecht verbales Massaker.

Weniger dramatisch aber gleichsam spannend und hervorragend geschrieben ist „Hotel zwischen den zwei Welten“ ein Bühnenstück nach dem Roman von Eric-Emmanuel Schmitt. Damit gastiert das Theater „Tacheles“ ab dem 21. März insgesamt an sieben Spieltagen in der Klangbrücke.

In „Amnesie für Fortgeschrittene“ bringt die „Kleine Komödie“ ein kurzweiliges Spiel um Wahrheit und Identität auf die Bühne – sie feiern am 24. Mai Premiere und stehen mit der humoristischen Kost vier mal vor Publikum.

In die faszinierend andere Welt Asiens entführt Kay Maeritz in der Reportage „Im Reich des Lächelns – Thailand, Burma, Laos und Kambodscha“ am 7. März. Dabei dürfen die Besucher auf eindrucksvolle Bilder und Erzählungen gespannt sein, die den ein oder anderen sicherlich mit einem dringlichen Gefühl von Fernweh zurücklassen. Nicht im Programmheft aufgeführt ist der Abend mit Christine Westermann: Die Moderatorin und Journalistin liest aus ihrem dritten Buch „Da geht noch was – Mit 65 in die Kurve“. Sie wird am 7. Mai im Kurhaus zu hören und sehen sein.

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