Kulturausschuss: LuFo sucht noch, Depot hat Plan

Von: Aljona Hartstock
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Neues Stadtteilzentrum Aachen-
Neues Stadtteilzentrum Aachen-Nord: Bis Mitte 2015 sollen im alten Straßenbahndepot für 9,4 Millionen Euro Umbauarbeiten auf 6000 Quadratmetern gestemmt werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Umgestaltung der ehemaligen Gastronomie im Ludwig Forum soll nach monatelangen Verzögerungen in greifbare Nähe rücken: Der Kulturausschuss hat die Stadt beauftragt, bis Dezember ein Konzept inklusive einer Kostenkalkulation vorzulegen. Anstelle des ehemaligen Restaurants soll ein neuer Eingangsbereich entstehen. Eine Bewirtung mit Kaltgetränken und Kaffee soll den Besuchern ebenfalls geboten werden.

In die Planung einfließen soll außerdem die Überlegung, in der ehemaligen Schreinerei eine Restaurant zu eröffnen. Solches müsste von einem Investor gebaut werden. Konkrete Planungen in dieser Hinsicht existieren zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht.

„Wir müssen einen Eingangsbereich schaffen, der sowohl mit als auch ohne Restaurant funktioniert”, sagte Stadtdirektor Wolfgang Rombey im Ausschuss. LuFo-Direktorin Brigitte Franzen hatte nach dem Aus für das ehemalige Restaurant Parapluie bereits Anfang des Jahres für den vergangenen Sommer einen neuen Gastronomen angekündigt. Es hieß mehrfach, dass diesbezüglich bereits Verhandlungen laufen - die wohl im Sande verliefen.

Voran schreiten die Planungen für die Umnutzung des ehemaligen Straßenbahndepots. Das Aachener Architekturbüro pbs hat eine Entwurfsplanung vorgelegt, die verrät, wie das Stadtteilzentrum in Aachen-Norm einmal aussehen soll.

Auf einer Fläche von über 6000 Quadratmetern sollen unter anderem das Atelierhaus Aachen, Arbeitsräume der FH Gestaltung und der FH Maschinenbau, das Stadtteilbüro und die Offene Tür (OT) Talstraße Platz finden. Die Architekten planen mehrere Etagen und Zwischengeschosse, die den Blick auf die Rundbögen erlauben und so an eine Galerie erinnern sollen. An mehreren Stellen um die Halle sollen außerdem freie Flächen geschaffen werden, die gastronomisch genutzt werden können.

Dies allerdings stieß beim jüngsten Betriebsausschuss Kultur nicht nur auf Zustimmung. „Das ist ein totgeborenes Kind”, sagt Ruth Crumbach-Trommler (FDP) und zweifelt, dass sich geeignete Pächter für die Räumlichkeiten finden lassen. Ebenfalls wurde in dem Ausschuss die Frage nach der Miethöhe erhoben, die sich angesichts der Art der Nutzung nicht im üblichen wirtschaftlichen Rahmen bewegen kann.

„Die Nutzer haben uns eine Selbsteinschätzung abgegeben, wieviel sie zahlen können”, sagt Dieter Begaß, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung. In einer neu gegründeten Stiftung oder Genossenschaft sollen die Nutzer und die Stadt Aachen dann gemeinsam die Verantwortung für den Betrieb des Stadtteilzentrums übernehmen.

Die Baumaßnahme, die aus Planungsgründen in zwei Bauabschnitte unterteilt wurde, soll bis Mitte 2015 abgeschlossen sein. Dabei sind für beide Bauabschnitt 9,4 Millionen Euro veranschlagt. Das Land NRW hat die erforderlichen Fördergelder bereits in Aussicht gestellt.

Der Baubeginn ist für August 2013 angesetzt. Während des Umbaus wird die OT Talstraße vermutlich in einem Container vor dem ehemaligen Straßenbahndepot untergebracht. Inzwischen kann die leerstehende Depot-Halle aber für Veranstaltungen zwischengenutzt werden.
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