Kultur im Kennedypark lockt 2000 Leute

Von: Kathrin Albrecht
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Dich belagerte Open-Air-Bühne: Sowohl tagsüber bei den Kinderstücken als auch abends zu den Klängen des Musicals „Airport“ ist das Familienfest von Nadelfabrik und Das Da Theater im Kennedypark bestens besucht. Foto: Andreas Steindl
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Große Augen, staunende Blicke: Das Kindertheater unter freiem Himmel zog bei teils strahlendem Sonnenschein auch die kleinsten Besucher in seinen Bann. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Zum zweiten Mal laden die Nadelfabrik und das Das Da Theater zu einem Familienfest in den Kennedypark im Ostviertel ein – und die Stoßgebete, die Walter Köth und Theater-Intendant Tom Hirtz im Vorfeld zum Himmel geschickt haben müssen, sind wohl erhört worden: Zwar ziehen ab und an einige dunkle Wolken auf, aber mehr als eine Drohkulisse bilden sie nicht.

So können große und kleine Besucher diesen Samstagnachmittag ungestört genießen. Viele haben Picknick-Utensilien mitgebracht und genießen das schöne Wetter und das gebotene Programm. Mit 25 Mann und drei Theaterstücken im Gepäck ist das Das Da Theater angerückt.

Für die ganz Kleinen gibt es erst Pettersson und Findus, später am Nachmittag dürfen die Zuschauer bei „Emil und die Detektive“ mitfiebern. Kaum ein Platz bleibt frei vor der Freilichtbühne, teilweise rücken die kleinen Zuschauer direkt vor die Bühne, um ja nichts zu verpassen. Tom Hirtz ist sichtlich zufrieden: „Es ist immer wieder schön, hier zu spielen. Es ist fast wie in einem kleinen Atriumtheater, und hier sind einfach tolle Menschen.“

Abendprogramm mit „Airport“

Das Abendprogramm bestreitet das Theater mit dem Musical „Airport“. Die Konkurrenz zum gleichzeitig stattfindenden DFB-Pokalfinale scheut Hirtz nicht: „Das kennen wir aus dem vergangenen Jahr, da war es ähnlich.“ In den Spielpausen sorgen eine Hüpfburg, Kinderschminken und Kinder-Bungee dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Nicht nur aus dem Ostviertel, auch aus anderen Stadtteilen sind Besucher gekommen.

Ralf Zinkel lebt mit seiner Familie am Westpark und hat durch eine Bekannte von diesem Open-Air-Nachmittag erfahren: „Solche Angebote sind immer gut. So etwas muss man nutzen“, findet er. Lange Schlangen bilden sich auch bei Anja Mather. Die Sozialpädagogin im benachbarten Montessori-Kinderhaus St. Fronleichnam bietet an diesem Nachmittag Kinderschminken an. „Bei den Mädchen ist gerade Prinzessin Elsa aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ total angesagt. Bei den Jungen sind es Superhelden wie Spiderman oder Batman“, erzählt sie, während sie einen kleinen Kunden in einen Vampir verwandelt.

Ebenfalls vom Montessori-Kinderhaus kommen Stephanie Bosseler und Stefanie Dautzenberg-Schmitz. Beide leben in Eilendorf. Sie schätzen die besondere Atmosphäre dieses Angebots: „Dass die Kinder die Theaterstücke kostenlos sehen können, ist ein besonderer Anreiz, und es bringt die Nationen zusammen, wenn Sie sich hier umschauen“, findet Bosseler. Es hätte im Vorfeld mehr Werbung geben können, meint Dautzenberg-Schmitz, damit gerade auch Besucher aus anderen Stadtteilen den Kennedypark einmal anders erleben könnten.

Am frühen Abend ändert sich langsam das Publikum. Die Familien packen ein, das Publikum für das Abendprogramm nimmt bereits die Plätze vor der Bühne ein. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Aufführung sind die Zuschauerränge rappelvoll. Dieses Bild freut auch Walter Köth von der Nadelfabrik. „Insgesamt sind an diesem Nachmittag 1500 bis 2000 Menschen in den Kennedypark gekommen“, schätzt er. Ihn bestärkt das, mit der Kulturreihe im Kennedypark weiterzumachen: „Es lohnt sich, dicke Bretter zu bohren, und gegen das schlechte Image anzukämpfen. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

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