„KuKuK”: Grenzhäuschen wird Kulturinsel

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Stolz auf die vergangenen zehn Jahre: Günter Rangeard (v.l.), Ute Reifferscheidt, Alice Loo, Michael Zobel und Elke Kohlrantz. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Es ist ein super-bewegender Moment, wie damals bei der Gründung des deutsch-belgischen Grenzvereins KuKuK vor zehn Jahren”, erklärte voller Enthusiasmus Alice Loo, Geschäftsführerin des Vereins „Kunst und Kultur im Köpfchen” (KuKuK). Zehn Jahre ist das nun her.

„KuKuK - das sind zehn Jahre Kunstgechichte durch Ehrenamt. Auch unser damaliger Check-Point-Charly am Köpfchen konnte dadurch erhalten bleiben. Alle haben mitgespielt und mit der Stadt Aachen gab es stets eine hervorragende Zusammenarbeit”, betonte Hans-Dieter Laschet, Bürgermeister von Raeren.

Ausgangspunkt war das Jahr 2000, in dem Elke Kohlrautz, Studentin in Aachen, auf der Suche nach einem Thema für ihre Diplomarbeit war und dabei zur eigentlichen Initiatorin von „KuKuK” wurde. Bei einem Spaziergang entdeckte sie das ehemalige belgische Zollhäuschen, das wie alle anderen auch auf der Abrissliste stand. Das Thema war gefunden: „Neue Erscheinungsbilder eines ehemaligen Personenkontrollkiosks - oder: ein frisch frisiertes Köpfchen”. Dank ihres Engagements und der Förderung durch die Gemeinde Raeren wurde aus dem Grenzhäuschen eine „Kulturinsel”.

Zwei Jahre später nahm „KuKuK” erstmals mit belgischen Künstlern der Deutschsprachigen Gemeinschaft an der Aachener „Langen Nacht der Museen” teil. Im Jahr 2006 gründete sich als Pendant zum belgischen Verein auch auf deutscher Seite der „KuKuK”. Für ihn wurde das ehemalige deutsche Zollgebäude zum Vereinssitz. Dank des erarbeiteten Konzepts, das neben Kunst und Kultur auch Natur- und Waldpädagogik, Grenzgeschichte, Tourismus und Bildung beinhaltet, erhielt der Verein im Rahmen des Förderprogramms „Initiative ergreifen” vom Land NRW eine finanzielle Förderung zum Umbau des Zollhauses, der darüber hinaus durch 1253 ehrenamtlich geleistete Stunden, ein Schmuckkästchen entstehen ließ. Die Neueröffnung fand im Juli 2009 statt.

Fast 10.000 Besucher nahmen 2006 an den Theater-, Literatur- und Konzertveranstaltungen sowie den waldpädagogischen Führungen der Kunstroute „SeitenWechsel” teil. Zwei Jahre später sahen 20.000 Besucher aller Altersklassen die fünfmonatige Ausstellung „ZeitenWechsel”. Dabei wurden allein 4000 Schüler der Euregio durch den Grenzwald geführt.

Am Samstag, 6. März, um 17 Uhr wird im ehemaligen deutschen Zollhaus eine Ausstellung eröffnet, die die zehnjährige Vereinsgeschichte dokumentiert. Ab 20 Uhr spielt die Grenzlandband. Am Sonntag, 7. März, können ab 14 Uhr unter Anleitung eines Kunsttherapeuten bis zu 30 Interessierte ein Wandmosaik mitgestalten, und ab 17 Uhr liest Maryanne Becker aus ihrem Buch „Die Grenzlandfrau”, in dem sie die Zeit von 1918 bis 1955 beschreibt.
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