Künstlerinnen verwandeln Arkaden in Arkadien

Von: Svenja Pesch
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Impressionen aus „Arkadien“: Hella Frowein-Hagenah (l.) und Marie-Josée Comello zeigen ihre Kunstwerke rund um den Sehnsuchtsort im Kulturwerk in den Aachen Arkaden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist ein Zusammenspiel von Wirklichkeit und Beobachtung, von Materialien und Formen. Die Kunstwerke, die Marie-Josée Comello und Hella Frowein-Hagenah im Kulturwerk in den Aachen Arkaden präsentieren, greifen nicht nur eine lange gepflegte Mythologie auf, sie zeigen zudem, wie Sehnsüchte und Versprechen ihren Lauf nehmen.

Unter dem Titel „Wie es ist“ steht vor allem das Thema Arkadien im Vordergrund. „Mit Arkadien gehen Sehnsüchte und Zusicherungen einher. Man erwartet und hofft auf das Schöne“, erzählt Hella Frowein-Hagenah. Und Josée Comello ergänzt: „Diese Mythologie, die damit in Verbindung gesetzt wird, wenden wir in Bezug zum Einkaufszentrum an. Wir fokussieren uns auf die Frage, wie sich Menschen hier verhalten und wie sie gelenkt werden. Wir fragen, was für eine Atmosphäre herrscht, wohin man sich wendet.“ Während Frowein-Hagenah als Basis für ihre Arbeiten ein Foto nimmt, welches digital bearbeitet und dann gemalt wird, arbeitet Comello überwiegend mit Porzellan. Der Inhalt, der beide Künstlerinnen verbindet, sowie das Zusammenspiel der Materialien geben dem großen Raum eine erkennbare Struktur.

Gelungenes Zusammenspiel

Ein Kunstwerk, das den Titel „Darum ist es falsch, auf Rosen zu gehen“ trägt, führt dem Betrachter das gelungene Zusammenspiel der Künstlerinnnen vor Augen. Auf dem Boden befinden sich viele aus Porzellan angefertigte Rosen. Frowein-Hagenah greift die Thematik mit einer Videoinstallation auf. Comello will Fragmente zusammensetzen, das Spiel mit Porzellan fasziniert sie. Frowein-Hagenah stellt den Betrachter in ihren Kunstwerken vor die Frage, was Original ist und was nicht. Denn dass sie die bearbeiteten Bilder erst im letzten Schritt malt, ist auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich. Schaut man sich die Kunstwerke aber genauer an, so stellt man fest, dass die zwei vermeintlich unterschiedlichen Vorgehensweisen sich nicht nur prima ergänzen, sondern gleichzeitig deutlich machen, dass der Reiz oftmals in dem steckt, was man eben nicht sofort wahrnimmt.

Die Ausstellung „Wie es ist“ ist bis zum 27. Februar im Kulturwerk der Aachen Arkaden, Trierer Straße 1, zu sehen (montags bis samstags von 12 bis 20 Uhr).

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