Aachen - Künstlerin Ulrike Groß zeigt im Atelierhaus ihre Werke

Künstlerin Ulrike Groß zeigt im Atelierhaus ihre Werke

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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„Flüchten – Migration – Migranten“: Ulrike Groß, hier mit Nuhad Nafea, zeigt im Atelierhaus an der Süsterfeldstraße ihre Werke im besonders gestalteten Raum. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein Experiment, das Ende 2014 begann und sich heute, über anderthalb Jahre später, immer noch in der Entwicklung und im Prozess befindet: klingt spannend, ist es auch.

Denn das ehemalige Schwesternzimmer im Haus 1 des Atelierhauses (aha) an der Süsterfeldstraße gibt den Künstlern des Hauses die Möglichkeit, Teil eines Experimentes zu sein, das es in dieser Form noch nicht gab.

Die Idee stammt von der Künstlerin Hella Frowein-Hagenah, die bei ihrem Konzept vor allem auf eines setzt: „Das Kunstlabor ist ein Raum, in dem man Kunst beim Wachsen zusehen kann. Anders als bei anderen Ausstellungen geht es hier nicht darum, innerhalb einer kurzen Zeit Kunstwerke in einem sterilen Raum zu installieren, sondern seiner Kreativität freien Lauf zu lassen“, so Frowein-Hagenah. Sechs Wochen kann ein Künstler des aha den Raum mieten. Wie er diesen dann nutzt und wie lange er ausstellen möchte, ist dabei ganz alleine seine Entscheidung.

Ulrike Groß ist Künstlerin Nummer sechs, die den Raum nach ihren Vorstellungen gestaltet hat. Komplett rot ist er geworden, und auf dem Boden liegt Erde. Auf der einen Seite des fensterlosen Raumes ist ein schwarzer arabischer Schriftzug zu erkennen und auf der gegenüberliegenden Seite hängen viele kleine Wachsformen.

Groß setzt sich in ihrer Arbeit und der damit verbundenen Ausstellung mit den Themen Flucht und Migration auseinander. „Allenthalben umzingelt und aufgewiegelt vom Thema Migration, vergessen wir nun zu leicht, dass Migration zur Conditio Humana gehört, wie Geburt, Sexualität, Glück, Schmerz und Tod. Wir sind ‚homo migrans‘, weil wir uns so auf der Welt ausgebreitet haben und so ins Weltall aufbrechen“, erzählt Groß.

Des Weiteren sei Migration der Normalfall und nicht die Ausnahme. Allerdings gebe es auf dieser Wanderung von A nach B einen Ort, der zum Innehalten zwingt und in dem die inneren Räume ausgebreiteter sind als die äußeren: Das Lager für Flüchtlinge, ergänzt Groß.

Der gestaltete Raum von Ulrike Groß kann bis zum 2. Oktober im Haus 1 in der Süsterfeldstraße 99 besucht werden. Am 24. Und 25. September ist das Kunstlabor zur Kunstroute von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung unter 874527.

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