Aachen/Vaals - Künstlerin Marina Freude präsentiert breites Acryl-Spektrum

Künstlerin Marina Freude präsentiert breites Acryl-Spektrum

Von: svp
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Setzt auf stilistische Vielfalt: Marina Freude stellt in der Kopermolen aus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen/Vaals. Eigentlich möchte Marina Freude gar kein Thema aufgreifen, wobei sie selbst zugeben muss, dass das gar nicht so einfach ist. Denn irgendwie haben alle ihre Bilder auf eine ganz besondere Art und Weise etwas gemeinsam. Nicht nur die Farben fallen dem Betrachter auf, auch die angewandten Techniken scheinen selbst für den Laien doch recht ähnlich zu sein.

„Ich habe meiner Ausstellung hier in der Kopermolen ganz bewusst keinen Titel und kein einheitliches Thema gegeben, da es um die Technik an sich geht“, erzählt Freude.

Die technische Ausarbeitung ist dabei bei allen 20 gezeigten Bildern gleich, wie die Künstlerin ergänzt: „Die Bilder sind alle mit Acryl gemalt. Es bildet die Grundlage, bevor anschließend die letzte Schicht mit Öl gemacht wird, was für einen weichen Übergang sorgt. Des Weiteren entwickle ich aus Mustern Landschafts- und Menschenformen, die im Laufe meiner Arbeit von einer zweidimensionalen Ebene auf eine dreidimensionale kommen.“

Freude, die in Kirgisien geboren wurde und in Sankt Petersburg Architektur und in Düsseldorf graphisches Zeichnen studierte, lebt und arbeitet in Aachen. Ihre Bilder haben sich im Laufe der Jahre zu phantasievollen Bildgeschichten entwickelt, in denen der Betrachter mit Szenen und Portraits in rauem und expressivem Stil konfrontiert wird.

Neben ihren Malereien zeigt sie auch einige Skulpturen, die sich einer ganz speziellen Thematik annehmen. „Die Plastiken greifen religiöse Motive aus der Kunstgeschichte auf, wie beispielsweise die Madonna-Darstellung des Malers Matthias Grünewald oder das ‚Mädchen mit den Perlenohrringen‘ von Jan Vermeer van Delft. Allerdings kopiere ich diese Arbeiten nicht, sondern wandle sie in meinen ganz eigenen Stil um, sodass man zwar sofort weiß, um welches Motiv es sich handelt, es aber dennoch etwas anders dargestellt ist“, betont Freude.

Bevor sie weiter ihre Kunstwerke ins rechte Licht rückt, fügt sie lachend hinzu: „Und Frauenmotive interessieren mich. Warum das so ist, weiß ich gar nicht, aber sie faszinieren mich. Deshalb kann man vielleicht auch verstehen, warum ein Titel für die Ausstellung so schwer wäre.“

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