Künstler „krr“ weiht Free-Style-Galerie ein

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Reichlich Interpretationsspielraum: Künstler „krr“ eröffnet am kommenden Freitag eine Free-Style-Galerie in der oberen Jakobstraße. Foto: privat
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Reichlich Interpretationsspielraum: Künstler „krr“ eröffnet am kommenden Freitag eine Free-Style-Galerie in der oberen Jakobstraße. Foto: privat

Aachen. In der Nachbarschaft der Jakobskirche entwickelt sich seit kurzem mit Galerien und Ateliers ein neuer Hotspot für aktuelle Kunst in Aachen. Am Freitag feiert der Künstler krr [sprich: kah-2-err] mit einer Vernissage und anschließendem Fest die Eröffnung seiner Free-Style-Galerie in der Jakob-straße 192.

Zu sehen gibt es Malerei, Zeichnungen und Plastiken. Mit dem Hinweis auf Freistil betont Künstler und Inhaber Wilhelm Kappen, dass in der Galerie quasi mit allem zu rechnen ist. „krr“ betont gerne, dass er mit allem auf alles malt. Dabei ist seine Handschrift immer erkennbar. In den Zeichnungen entdeckt man Elemente abstrakter Malerei, und in den Gemälden findet man immer auch Zeichenelemente.

Im Grunde sind die Kunstwerke in Mischtechniken gearbeitet. Zum Beispiel in „Zu bunt, zu kitschig, zu verknittert“, ein abstraktes Gemälde auf Pappmaché. Man steht vor dem 220 Zentimeter langen Gemälde und fragt sich, was es bedeuten soll. Fast alle seine Werke bieten viel Interpretationsspielraum, so dass der Betrachter auf sich selbst zurückgeworfen wird. „Was du siehst, bist du. Du bist die Zauberin“ steht auf einem Spruchband rund um die Decke der kleinen Galerie. Der dort zu lesende Text ist das Manifest des Künstlers und schwebt über allem.

Anlässlich des Einweihungsfestes präsentiert der Künstler vor allem neue Arbeiten. Zu den rund 50 ausgestellten Kunstwerken gehört auch eine 40 Zentimeter große Kugel aus Stahlstiften, die im Moosbett auf einer weißen Säule ruht. Allerdings wiegt die scheinbar zarte Kugel fast sechs Kilo. „krrs“ Werk ist voll mit solchen Widersprüchen. Auch die ausgestanzten rosa „krr-Hirrne“ sind merkwürdig mit ihrem gekritzelten Ornament.

Eine weitere Besonderheit der Galerie ist ihr Klang, denn sobald man sie betritt, knirscht oder rauscht es; es tropft, klappert, rasselt, knistert. Man ist zuerst leicht irritiert. Das soll so sein. Irritation – so die Überlegung des Künstlers – schärft die Aufmerksamkeit und weitet den Blick.Als Gast stellt der junge Bonner Künstler Paul J. Berner „8 Kleine“ aus, graphische Arbeiten auf Leinwand, die sich lückenlos in die übrige Ausstellung einfügen. Die kleine Galerie in der oberen Jakobstraße steht also auch anderen Künstlern offen.

Die Galerie ist geöffnet Donnerstag bis Samstag 15 bis 18 Uhr, nur am Freitag, 19. Mai, ist angesichts von Vernissage und krr-Fest das Ende offen.

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