Aachen - Künftige Auftritte werden eine Hommage an Paris sein

Künftige Auftritte werden eine Hommage an Paris sein

Von: hr
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Prinzessin Ingrid I. und Hofstaat zu Besuch bei der Aachener Zeitung (v.l.): Hans-Peter Frank, AZ-Lokalchef Albrecht Peltzer, Ellen Schindewolf, Nathalie Hüllenkremer, Ingrid Hofmann, Raymund Hofmann, Albert Lutz und Yvonne Hofmann. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Vorfreude durfte ein Jahr lang wachsen. In der Zeit wurden das Motto ausgearbeitet, die Choreographien erdacht, die Lieder geschrieben und die entsprechenden Kostüme geschneidert. Und dann das: Nur eine Woche nach der feierlichen Proklamation von Haarens Karnevalsprinzessin Ingrid I. (Hofmann) sterben in Paris 130 Menschen nach Terroranschlägen, was auch die bekennende Frankreich-Liebhaberin Ingrid Hofmann ins Mark trifft.

„Ich bin in der Nähe von Paris aufgewachsen“, berichtet die Narrenherrscherin der KG Hooreter Frönnde beim Redaktionsbesuch, „und die Liebe zu Paris habe ich mir stets erhalten.“ Also tritt ihr Hofstaat als französische Truppe inklusive Karl Lagerfeld, Can-Can-Tänzerinnen, Musketiere, Napoleon, Mireille Mathieu, Mona Lisa und anderen mehr auf. Ihr Motto lautet entsprechend: „Mit dem Eiffelturm im Gepäck – feiert in ganz Haaren jeder Jeck!“

„Damit wollte ich den Haa- renern Paris und die französische Lebensart nahebringen“, erzählt die Prinzessin, die sich am Morgen nach den Terroranschlägen natürlich gefragt hat: „Was machen wir jetzt?“ Diese Frage hat sie an jenem Samstag mit ihrem Verein und ihrem Hofstaat, in dem ihr Mann Raymund den Karl Lagerfeld gibt und ihre Töchter Yvonne und Evelyn als Mannequin und Tänzerin unterwegs sind, diskutiert und dann entschieden: „Wir machen weiter.“

Und mehr noch: „Wir begreifen unser Motto jetzt als Chance. Denn wir stehen für das Paris, das getroffen worden ist, das freie Paris“, beschreibt Ingrid Hofmann nicht nur ihre Gefühlslage. „Und diese Freiheit wollen wir erhalten.“ Und ihr Mann Raymund fügt hinzu: „Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten. Bei uns soll deutlich werden, wie wichtig uns diese Freiheit ist.“ Andernfalls würde man nämlich dem Terror dienen. So stand Ingrid I. mit ihrem Hofstaat knappe 24 Stunden nach den Anschlägen schon wieder auf der Bühne. Und alle Mitglieder der jecken Truppe trugen einen Trauerflor um den linken Arm.

„Den haben wir uns erst kurz zuvor noch schneidern lassen“, berichtet die Prinzessin. Damit will sie symbolisieren, dass ihre Auftritte fortan eine Hommage an Paris sein sollen. So hat sie es auch auf ihrer Homepage formuliert: „Wir trauern mit ganz Paris und verurteilen jegliche Form terroristischer Handlungen gegen die Freiheit und Menschlichkeit. Jeder unserer Auftritte ist eine Hommage an Paris und Symbol unserer Solidarität“, steht dort seit den Anschlägen neben der französischen Flagge geschrieben.

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