Kühle Cocktails am Elisenbrunnen serviert

Von: Ricarda Timm
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Kühles Getränk gefällig? Die Cocktailbar in der Rotunde des Elisenbrunnens kam bei allen sehr gut an. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das Inklusionsprojekt „Wir alle“ hat am Samstag den richtigen Riecher: bei über 30 Grad Celsius am Elisenbrunnen eiskalte Cocktails anzubieten. Und bereits zu Beginn um 18 Uhr kommen Neugierige und strömen an die Tische in der Rotunde.

Manche im Rollstuhl, manche gehend, manche groß, manche klein. Samstagabend trauen sich alle, so unterschiedlich sie auch sein mochten – mit oder ohne Behinderung. Damit erreiche das Projekt bereits eines seiner Ziele, möglichst viele Menschen zu erreichen, die gemeinsam etwas zusammen unternehmen, so Isolde Conradus, die Projektkoordinatorin von „Wir alle“.

Im Vorfeld haben vier Menschen mit Behinderung einen Cocktailkurs gemacht, damit hinter der Theke alles funktioniert. „Wenn ich mir das hier anschaue, dann sind wir schon eine gute Konkurrenz zu anderen Cocktailbars“, findet Martin Rosa, der eifrig Cocktails mixt. Durch seine Arbeit im Café Kränzchen bringt er schon eine Menge Erfahrung mit. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Mischbar bearbeitet er die zahlreichen Bestellungen.

Ein weiteres Tandem an diesem Samstagabend sind Edmund Kriegel und Tobias Schulte. Kriegel war bereits bei der Kaffeetafel im Mai dabei. Zu bedienen und freundlich zu den Gästen zu sein, das gefällt ihm am meisten. Schulte ist von der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Ripuaria, die sich mit sechs Mitgliedern bei dem Projekt engagiert.

Im Tandem nehmen Schulte und Kriegel die Bestellungen auf und bringen den Gästen die Cocktails. Die größte Herausforderung für Kriegel sei es, die verschiedenen Getränke auseinander zu halten. Schulte beruhigt ihn und stellt fest, dass alles sehr gut vorbereitet sei. Begleitet wird der Abend von DJ Lutz Diekmeyer, der von der Mischbar angefragt wurde. Nach einem Jahr Arbeit mit Menschen mit Behinderung wisse er, dass einige der Teilnehmer besonders auf coole Beats stehen.

„Inklusion gelingt dort, wo man nicht drüber redet“, sagt Conradus. „Wir haben da wirklich Glück, dass es auf allen Ebenen ganz natürlich abläuft“, zieht auch Barbara Krüger von der Lebenshilfe ein positives Fazit. Der Cocktailabend ist das Finale der Projektreihe, die über drei Jahre erfolgreich Inklusion in der Städteregion Aachen förderte.

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