Aachen - Küchenhilfen entlasten hektischen Mittagsbetrieb

Küchenhilfen entlasten hektischen Mittagsbetrieb

Von: Svenja Pesch
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Kommt bei den Kindern bestens an: Die neue Kraft Hildegard Havenith sorgt für entspannte Ruhe - auch nach dem Essen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die „heiße Phase“ in der Küche beginnt für Hildegard Havenith nicht mit der Lieferung des Essens, sondern wenn die kleinen hungrigen Mägen gefüllt sind und das ganze Geschirr zurück kommt. Dann stapeln sich in der kleinen Küche der städtischen Tageseinrichtung für Kinder an der Rahenmühle Teller, Messer und Gabeln.

Bis zu 90 Essen für die 107 Kinder werden täglich angerichtet. Aber Havenith nimmt es gelassen. Ihr macht ihr Job inmitten des ganzen Gewusels richtig Spaß. Und damit ist sie nicht nur eine Entlastung für die Erzieher, sondern auch eine von insgesamt 57 Küchenhilfen, die die Stadt Aachen im April aufgrund der schwierigen Lage den städtischen Einrichtungen zugesagt hatte.

Denn die Personalsituation in den städtischen Kindertageseinrichtungen ist eng. Vor allem wenn es auf die Mittagszeit zugeht, fehlte es am nötigen Personal, so dass die Erzieher das Essenverteilen, Portionieren, Abräumen und Spülen übernehmen mussten, was zu Lasten der Kinder ging. Von den 57 städtischen Einrichtungen sind 48 seit November mit einer Küchenhilfe versorgt, bei den fehlenden neun herrscht aber kein Mangel, sondern es fand lediglich ein Wechsel statt.

Oberbürgermeister Marcel Philipp ist froh, „mit diesem Prozess im wesentlichen durch zu sein“: „Wir hatten anfangs viele Ideen, wie wir im Mittagsbereich Entlastung schaffen können, aber letztlich ist die Einstellung der Hilfen die beste.“ Der erhoffte Effekt sei eingetreten und für die Erzieher sei die Situation entspannter. Natürlich koste das Geld, aber das sei definitiv gut angelegtes Geld.

700 000 Euro kostet die Beschäftigung der Küchenhilfen jährlich. Geld, das auch für die nächsten Jahre fest im Haushalt veranschlagt ist. Havenith arbeitet 19 Stunden in der Kita und musste für ihre Tätigkeit ein polizeiliches Führungszeugnis sowie ein Gesundheitszeugnis nachweisen. Dabei hat jede Einrichtung eine sogenannte „Vollzeitäquivalente“ bekommen, was konkret besagt, dass jede Kita eine 12- bis 13-Stundenkraft pro Woche zur Verfügung gestellt bekommt. Allerdings sei das „Tellerwesen“ wie es Personaldezernent Lothar Barth ausdrückt, bei Küchen nach der Größe differenziert. So haben größere Einrichtungen auch einen höheren Zeitbedarf, an dem eine Entlastung vor Ort wichtig sei. Allerdings ist die Einstellung von Küchenpersonal nur eine Maßnahme zur Verbesserung des pädagogischen Bereichs. Denn um die 80 Stellen sind in diesem Berufsfeld immer noch unbesetzt. Auf der anderen Seite ist Philipp aber zuversichtlich, was die Schaffung der U3-Kitaplätze angeht. Für 2014 würden 221 neue Plätze angeboten, womit Aachen mit 41,87 Prozent deutlich über den angepeilten Quote läge.

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