Aachen - Krippenweg: Warum Ochs und Esel beim Jesuskind stehen

Krippenweg: Warum Ochs und Esel beim Jesuskind stehen

Von: Lars Odenkirchen
Letzte Aktualisierung:
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Auf dem Krippenweg in Aachen lässt sich an rund 40 Stationen regionale und internationale Krippenkunst bestaunen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die meiste Zeit des Jahres verbringt sie auf Dachböden und in Wandschränken, doch zum Weihnachtsfest gehört sie für viele Menschen wie der Christbaum, die Festmesse oder leckeres Essen: Die Krippe mit dem Jesuskind, Josef, Maria und den Hirten hat in der Weihnachtstradition ihren festen Platz.

Wie vielfältig, interessant und schön solche Krippen sein können, zeigt nun bereits zum 10. Mal der Aachener Krippenweg. „Ich wünschte mir, dass sich viele Leute bewusst auf den Weg machen, um Stationen des Weges zu besuchen und in der kommerzialisierten und stressigen Weihnachtszeit die Chance nutzen, sich einen Moment zu besinnen und zur Ruhe zu kommen”, meinte Marcel Philipp bei der Eröffnung des Krippenweges in der Elisengalerie.

Aachens neuer Oberbürgermeister führt die Tradition seines Vorgängers fort und übernimmt die Schirmherrschaft für den Krippenweg, der an insgesamt 35 Stationen Krippen aus aller Welt zeigt. Ausgestellt werden die Krippen dabei nicht nur in Kirchen, sondern auch an anderen öffentlichen Plätzen.

Neben der großen Krippe in der Elisengalerie gibt es etwa auch im Rathaus, in Seniorenheimen, Schulen und bei vielen Vereinen und Initiativen Krippen zu bestaunen. Sogar ein Hotel stellt eine der Krippen aus.

„Wir möchten den Menschen da begegnen, wo sie sich auch aufhalten. Krippen sind nicht nur für Kirchgänger gedacht, sie sollen auch andere Menschen an den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes erinnern”, erklärte Caroline Maria Weber, die mit ihrer Agentur „Rheinstil” vor zehn Jahren die Idee zum Aachener Krippenweg hatte, sie gemeinsam mit Ludwig Hahn von Missio realisierte und den Weg auch in diesem Jahr organisiert hat.

Bis zum Dreikönigstag am 6. Januar werden die Krippen an den verschiedenen Stellen in der Aachener Innenstadt, aber auch in den Stadtbezirken wie etwa Haaren und Brand, zu bewundern sein. Eine gute Gelegenheit, sich mit der Bedeutung der Krippen einmal genauer auseinanderzusetzen bieten dabei auch zweistündige, geführte Touren, bei denen die Krippen nicht nur aus künstlerischer Sicht, sondern vor allem in ihrer Symbolik vorgestellt werden.

„Viele Leute wissen nicht, dass es besondere Gründe dafür gibt, dass gerade Ochs und Esel an der Krippe stehen oder dass es genau drei Könige sind”, meint Weber. „Wenn man dann die Symbolik erklärt, gibt es bei Vielen immer so ein Aha-Erlebnis.”

Sicher ist die Initiatorin in jedem Fall, dass der Krippenweg für viele Aachener zu einer echten Institution geworden ist. „Das hat man beim Aufbau der Krippe gesehen”, freut sich Weber. „Viele Leute kamen hier vorbei, schauten und meinten: "Guck mal, die schöne Krippe gibt es auch in diesem Jahr wieder."”

Für den elften Krippenweg hat sie schon jetzt einen Wunsch: „Es wäre schön, wenn noch mehr Geschäfte, Hotels oder Wirtschaften einen Platz für eine Krippe hätten.”


Führungen: Öffentliche Führungen zum Preis von 7 Euro finden von der Elisengalerie aus an folgenden Terminen statt: Sonntag, 13.12., Sonntag 20.12., Montag, 28.12, Dienstag, 29.12., Mittwoch., 30.12., Sonntag, 3.1., Sonntag, 10.1. Alle Führungen beginnen um 14:30 Uhr. Eine vorige Anmeldung wird empfohlen. Gruppenführungen sind nach Terminabsprache ebenfalls möglich. Telefon: 0221 98510090

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