Aachen - Krippenweg: Es müssen nicht immer Ochs und Esel sein

Krippenweg: Es müssen nicht immer Ochs und Esel sein

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
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Die letzten Vorbereitungen: Laura Schümann gestaltet die Krippe in der Elisengalerie. Ab Samstag lockt der Aachener Krippenweg an 35 Standorte in der ganzen Stadt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Im Zentrum liegt das Jesuskind in der Krippe umringt von den glücklichen Eltern Maria und Joseph, staunenden Hirten, drei Königen mit wertvollen Gaben. Und hoch über allen schwebt ein Engel, der milde hinab lächelt. Rundherum stehen dann noch einige Tiere. So zumindest stellen sich die meisten Menschen in Deutschland eine ganz typische Weihnachtskrippe vor.

Dass es aber nicht immer „Ochs und Esel” sein müssen, die die eigentlichen Bewohner des Stalles sind, sondern dass auch ganz landestypisch mal ein Nashorn bei einer afrikanischen oder Känguru und Koala bei australischen Krippen die heilige Familie begleiten, zeigt der Aachener Krippenweg bereits zum elften Mal.

An 35 verschiedenen Stationen öffnen vor Weihnachten wieder Kirchen, Geschäfte und Hotels ihre Pforten für Besucher, die sich im vorweihnachtlichen Aachen die unterschiedlichsten Krippendarstellungen ansehen können.

Vom kommenden Samstag, 27. November, bis zum Freitag, 7. Januar, werden natürlich ganz traditionelle Modelle, aber auch moderne und gesellschaftskritische Darstellungen und vor allem Krippen aus anderen Ländern und Kulturen zu bewundern sein. Von kleinen bis zu rund einem Meter hohen Figuren, von Holz bis Keramik - der Phantasie der Krippenkünstler sind keine Grenzen gesetzt. Jedes der Modelle wird in den Ausstellungsräumen in mühevoller Arbeit arrangiert.

Auf eine schönste Krippe legt sich Julia Siebeck, Projektleiterin des Krippenwegs, ungern fest. Als Mitarbeiterin der Firma „Rheinstil”, die für die Organisation verantwortlich ist, hat sie schon so manche Krippe gesehen und kann die Leidenschaft und Begeisterung vieler Krippensammler nachvollziehen. Sie persönlich mag besonders die Wachsfiguren der Stallszene im Aachener Dom.

Zahlreiche der Exponate stammen aus dem Besitz privater Sammler, die ihre „Schätze” gerne einmal der Öffentlichkeit zeigen wollen, während andere das Eigentum der jeweiligen Kirchen sind, die sie präsentieren, erklärt Julia Siebeck.

Besonders schön findet sie es, wenn sich Menschen die Krippen mit „glänzenden Augen” ansehen und sich dabei auf den Ursprung von Weihnachten zurückbesinnen. Schließlich sei neben duftendem Glühwein und Lebkuchen die Szenerie im Stall genau das, was Weihnachten ausmache.

Am kommenden Samstag, 27. November, eröffnet Oberbürgermeister und Schirmherr Marcel Philipp um 11 Uhr öffentlich den Krippenweg in der Elisengallerie.
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