Krippenausstellung bei „missio am Dom”

Von: Martina Rippholz
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Aachen. Einmal sind Maria und Josef so klein, dass sie in eine Streichholzschachtel passen. Ein anderes Mal treten Ochse, Esel, Könige und die Heilige Familie als geschnitzte Holzfiguren aus einer Baumrinde hervor. Diese und andere ungewöhnliche Krippendarstellungen zeigt der Laden des Katholischen Missionswerkes „missio am Dom” in seiner 15. Krippenausstellung.

Bis zum 8. Januar bietet das kleine Geschäft rund 130 Krippen zum Verkauf an.

Mit dem Erlös werden die Künstler und Gruppen aus den Ländern unterstützt, in denen die Krippen unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Sie kommen aus insgesamt 20 Ländern, darunter Peru, Bolivien, die Philippinen, Nigeria und Simbabwe. „Für die Menschen dort sind Krippen-Darstellungen ein Spiegel ihrer Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit”, sagt Missio-Präsident Hans Krämer.

So stehe die Ausstellung, die auch Teil des 10. Aachener Krippenweges ist, in diesem Jahr unter dem Motto „Das Kind der Einen Welt - eine Chance zum Frieden”. Denn Krippen, die Geburt Jesu und der Wunsch nach Frieden seien eng miteinander verwoben. „Schließlich ist Weihnachten vor allem Botschaft des Friedens”, sagt Krämer. „Und nicht nur Besinnlichkeit bei Kaffee, Tee und Printen.”

Klein und kreativ: So lassen sich die rund 75 Krippen und Krippchen im Missio-Geschäft - mehr konnten in den Regalen und Schaufenstern des kleinen, schlauchförmigen Ladens nicht untergebracht werden - auf einen Nenner bringen. Figuren aus Bananenblättern aus Ruanda sind darunter, Holzdarstellungen aus Tansania oder auch ein bemaltes Messing-Krippchen aus Burkina Faso. Auch recyclebare Papierkrippen von den Philippinen gibt es.

Größe und Gewicht der kunstvollen Heiligenfamilien sind recht unterschiedlich. Die schwerste Darstellung ist eine Shona-Skulpur aus Simbabwe. Sie wiegt 40 Kilogramm und ist aus Serpentingestein in einem Stück gestaltet.

Es gibt aber auch wieder sogenannte Miniretablos. Das sind winzige Krippchen aus Peru, die für Reisen gemacht wurden. Der Stall von Bethlehem besteht etwa aus einem Ei, einer Muschel oder einem dem Blatt einer Jacaranda-Frucht. Eine solche Mini-Krippe erhielt Oberbürgermeister Marcel Philipp, der die Ausstellung eröffnete. „Die Krippe wird einen Platz auf dem Schreibtisch meiner Tochter bekommen”, sagte er.
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