Aachen - „Kriminelle“ Anekdoten als soziale Tat

„Kriminelle“ Anekdoten als soziale Tat

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Jecke Summe für komische Anekdoten und einen guten Zweck: 3333 Euro aus dem Verkauf ihres CD-Hörbuchs „Aachener Polizeigeschichten“ überreichten Paul Kemen (links) und Christian Hermanns (rechts) an den Vorsitzenden der AZ-Aktion „Menschen helfen Menschen“, Chefredakteur Bernd Mathieu. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Klassischer Fall von Wiederholungstätern: Dieses ungleiche Duo steckt ja nun schon seit ein paar Jahren unter einer Decke. Am Dienstag sind die beiden Herren in gewissem Sinn gar an den Ort ihrer kriminell komischen Taten zurückgekehrt. Das ist gut so. Denn sie haben mal wieder reichlich Beute gemacht.

Exakt 3333 Euro überreichte Polizeisprecher Paul Kemen gemeinsam mit seinem „Komplizen“, dem Aachener Journalisten Christian Hermanns, in Gestalt eines symbolischen Schecks an den Vorsitzenden des Vereins „Menschen helfen Menschen“, unseren Chefredakteur Bernd Mathieu.

Der Hergang des gemeinsamen Coups ist schnell erzählt: Bereits Ende 2012 nämlich hatten Kemen und Hermanns eine CD herausgegeben unter dem schlichten Titel „Aachener Polizeigeschichten“ – ein kurios-komödiantische Sammlung der schönsten, schrägsten, mal zwerchfellerschütternden, mal eklatant skurrilen, jedenfalls stets amüsanten Erlebnisse aus dem Alltag der „Schupo“-Kollegen auf der Leitstelle oder im Streifenwagen. Das heitere Hörbuch mit insgesamt 25 lustigen Anekdoten wurde prompt zum Hit.

Kein Wunder, denn da waren Profis am Werk, die nicht nur an der viel zitierten Quelle sitzen, sondern dieselbe eben auch trefflich zu kanalisieren wissen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Meryem Okan, wie er selbst seit Jahr und Tag Nachrichtensprecherin beim WDR, lieh Hermanns dem Herrn Hauptkommissar Kemen, seines Zeichens bekanntlich auch Mullefluppet-Preisträger des Jahres 2012, nur zu gern seine Stimme, um die unerhörtesten „Einsatzbefehle“ der jüngeren regionalen Kriminalgeschichte hörbar zu machen.

Der Aachener Musiker und Produzent Tom Engels sorgte dafür, dass die – selbstredend allesamt authentischen – Geschichten mit launigen musikalischen Beiträgen verfeinert und veröffentlicht wurden. Etwa die des kleinen Jungen, der kurzerhand die „110“ anrief, weil seine Mama ihn zur „Kinderarbeit“ gezwungen habe – das Kerlchen zeigte nämlich wenig Lust, sein Zimmer aufzuräumen . . .

Der „Vorfall“ machte übrigens weit über die Grenzen der Region hinaus Schlagzeilen der anderen Art. Und er trug dazu bei, dass Kemen und Co. bereits Ende 2012 stolze 5555 Euro aus dem Erlös ihres Werks an die AZ-Aktion „Menschen helfen Menschen“ überweisen konnten.

Selbstverständlich wird unsere Initiative auch die neuerliche fette Finanzspritze zu 100 Prozent zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener Mitmenschen oder auch für wichtige Präventionsprojekte einsetzen, versicherte Mathieu. Von wegen Wiederholungstäter: Denn die Zahl der Bedürftigen ist in den vergangenen Jahren garantiert nicht kleiner geworden. Was allerdings auch für die kuriose Kehrseite des Polizeialltags gilt: Reichlich Stoff fürs nächste augenzwinkernde Kompendium hat Kemen schon in petto.

Einige wenige Exemplare des CD-Hörbuchs „Aachener Polizeigeschichten“ sind weiterhin zum Preis von 8,90 Euro erhältlich beim Zeitungsverlag Aachen, Dresdener Straße 3, im Media Store, Großkölnstraße 56, sowie in der Mayerschen Buchhandlung an der Buchkremerstraße und zahlreichen weiteren Buchhandlungen in der Region.

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