Kreisvorstand für Laschet als CDU-Landeschef

Von: Thorsten Karbach
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Spricht sich für Armin Lasche
Spricht sich für Armin Laschet als CDU-Landesvorsitzenden und eine Frauenquote aus: Maike Schlick.

Aachen. Den Weg aus der Krise will der erweiterte Aachener Kreisvorstand der CDU mit Armin Laschet gehen. Wenn nächsten Mittwoch der Landesvorstand tagt, wird Aachen sich ausdrücklich für den bisherigen stellvertretenden Landeschef aussprechen - auch wenn der bislang kein klares Bekenntnis abgelegt hat, ob er überhaupt für den Posten kandidieren wolle.

„Aber er ist jetzt genau der Richtige”, versichert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Aachener CDU, Maike Schlick, nach dem ersten Treffen des erweiterten Kreisvorstands nach dem Wahldebakel vom Sonntag.

Es war eine erwartungsgemäß lange Sitzung, bis spät in die Nacht suchten die Christdemokraten nach Gründen für das schlechte Abschneiden an den Wahlurnen. Nur 24,3 Prozent der gültigen Zweitstimmen fielen auf die CDU. 2010 waren es noch 33,1 Prozent. Beide Direktkandidaten unterlagen ihren sozialdemokratischen Kontrahenten, Ulla Thönnissen (30,8 Prozent) gegen Karl Schultheis (40,0 Prozent) und Armin Laschet (34,1 Prozent) gegen Daniela Jansen (38,3 Prozent). Letztlich sei die Aachener Union, so Schlick, wohl vom „Gesamttrend der CDU mit heruntergezogen worden”.

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch eine Frauenquote bei der Vergabe der Listenplätze. Denn während Laschet noch über die Liste in den Landtag einzog, scheiterte Thönnissen (Platz 48) auch über diesen Weg - letztlich recht knapp und auch, weil ab Platz 30 keine „Frauenquote” berücksichtigt wurde. „Es ist sehr schade für Ulla Thönnissen, aber keiner hätte erwartet, dass die Liste soweit zieht und es für sie letztlich so knapp wird”, erklärt Schlick, die selbst Beisitzerin im Vorstand der Frauen-Union ist. „Auch wir als Frauen-Union haben die Frauenquote ab Platz 30 nicht mehr ernsthaft verfolgt, weil dieser Wahlausgang so nicht zu erwarten war. Im Nachhinein ärgert uns das natürlich sehr, aber wir werden daraus lernen”, sagt sie.

„Auf dem richtigen Weg”

Wenn die Bürger in Nordrhein-Westfalen das nächste Mal zur Wahl gebeten werden, solle die Frauenquote in der gesamten CDU-Liste ziehen. Auch dafür will der Aachener Kreisvorstand im Landesvorstand eintreten. Und die Aachener Frauen seien bereit, ein Wörtchen auf künftigen Landeslisten mitzureden. „Wir haben in der Stadt Aachen gute Frauen, im Fraktionsvorstand eine 50/50-Regel und da längst den richtigen Weg in dieser Hinsicht eingeschlagen”, betont Schlick. Bei der Frage nach dem Landesvorsitzenden sprechen sich aber auch Aachens CDU-Frauen eindeutig für einen Mann aus: Armin Laschet.
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