Aachen - Kreditkartenbetrüger noch im Speisesaal verhaftet

Kreditkartenbetrüger noch im Speisesaal verhaftet

Von: red/pol
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Mit gefälschter Kreditkarte eingecheckt: Ein Betrüger musste jetzt die Gastlichkeit eines Aachener Hotels mit einer nüchternen Zelle tauschen. Symbolfoto: Stephanie Pilick/dpa

Aachen. Mit buchstäblich noch vollen Backen wurde jetzt ein Trickbetrüger in einem Aachener Hotel auf frischer Tat erwischt. „Ein schönes Beispiel an mitmenschlicher grenzüberschreitender Zusammenarbeit, wenn alles wie am Schnürchen läuft“, vermeldet die Aachener Polizei am Mittwoch.

Ihr Bericht liest sich wie das Drehbuch zu einem Kurzfilm. Im französischen Metz schaute der 32-jährige Herr C. am Morgen in seine Online-Kreditkartenauszüge und stellte fest, dass von seinem Konto knapp 350 Euro für einen Hotelaufenthalt in Aachen abgebucht worden waren. „Nur, Herr C., der Aachen zwar sehr schön findet, war schon Jahre nicht mehr in der Kaiserstadt.“ Seine Kreditkarte hatte er auch noch - also musste jemand seine Daten ausspioniert haben.

Da auf der Online-Abrechnung der komplette Name und die Adresse des Aachener Hotels standen, nahm der Geneppte die Sache selbst in die Hand und rief dort an. Am Ende der Leitung traf er auf eine nette Hotelangestellte. Die verstand seine Aussage, dass er zurzeit in Metz sei und nie in dem Hotel gewohnt habe, zunächst nicht. „Konnte sie auch nicht verstehen, denn aus Sicht der Angestellten befand sich Herr C. sehr wohl in Aachen.“ Zumindest tat dies der Herr, der die Kreditkarte beim Einchecken vorgelegt hatte. Der saß gerade vor seinem üppigen Frühstück im Speisesaal.

„Auf jeden Fall schaffte es der richtige Herr C. aus Metz, die Dame davon zu überzeugen, dass er der richtige Herr C. sei und der Herr am Frühstückstisch eine Fälschung.“ Die junge Frau alarmierte mit dieser Erkenntnis die Polizei in Aachen. Die Beamten schauten sich daraufhin das Hotel aber vor allem den Gast einmal genauer an.

Bei dem falschen Herrn C. handelt es sich um einen 29-jährigen Franzosen. Der Polizeibericht weiter: „Wort- und gestenreich, recht temperamentvoll, erläuterte er seinen geschäftlichen Aufenthalt hier in Aachen.“ Als die Beamten ihn mit den Betrugsvorwürfen konfrontierten, „ebbten seine Deutschkenntnisse abrupt ab“. Er verstummte völlig.

Der 29-Jährige wurde wegen Betrugsverdachts festgenommen. Der echte Herr C. hingegen freute sich über die Nachricht aus Aachen. Nach ersten Erkenntnissen sind die Daten der Kreditkarte ausgespäht und auf eine Doublette übertragen worden. Mit dieser Doublette hatte sich der Mann in Aachen eingemietet. Die Ermittler wollen nun herausfinden, „was der 29-Jährige noch auf dem Kerbholz hat“.

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