Kreativen über die Schulter gucken

Von: Laura Hentz
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Eine farbenfrohe Station der A
Eine farbenfrohe Station der Aachener Kunstroute: In der Burg Frankenberg stellt die Frauen-Künstlergruppe „Triangle” ihre Arbeiten aus. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ohne Schirm, aber mit Charme und Melone steht ein Mann im improvisierten Fotostudio, das die Künstlerin „Lilith” in der Aula Carolina aufgebaut hat. Sie arbeitet mit Selbstporträts und macht Passanten an diesem Wochenende selbst zu Künstlern.

Die Freiwilligen können aus den Requisiten auswählen und sich dann selbst in Szene setzen. So will ihnen „Lilith” einen Eindruck von ihrem Schaffen vermitteln und den Zugang zu ihren Werken erleichtern.

Kunst in der Citykirche

Über die ganze Stadt verstreut konnten die Menschen an diesem Wochenende auf der Aachener Kunstroute an 35 Orten den Kreativen über die Schulter blicken und Kunstwerke bewundern: Gemälde, Fotografien, Skulpturen - für jeden Geschmack war etwas dabei.

Auch die Citykirche hatte die Türen geöffnet und zeigte neben dem sechs mal drei Meter großen abstrakten Gemälde „Pulsar”, das schon seit Mai die provisorische Wand der ökumenischen Begegnungsstätte schmückt, verschiedene Studien der Künstlerin Vera Hilger zum Thema Ewigkeit und All, die zu dem großen Endergebnis führten.

Wer weiter durch die Stadt schlenderte, kam auch am Couven-Museum vorbei. Hier hat sich der Fotokünstler Wolfgang Nestler Details von Bildern, Möbelstücken und Verzierungen aus dem Museum herausgegriffen, die man sonst leicht übersehen könnte. Er hat sie abgelichtet, vergrößert, zum Teil verfremdet und vermittelt so ganz neue Eindrücke der historischen Räume. Seine Ausstellung „Innenleben” ist dort noch bis zum 21. Oktober zu bestaunen.

Ebenfalls mit Fotografien arbeitet Loredana Nemes. Mit ihrem Brautkleid ging sie auf Reisen und fragte Passanten in Norwegen, New York und Südamerika: „Was denkt ihr über Liebe?” Auf ihren Fotos ist die vermeintliche Braut mal eng umschlungen, mal cool mit Sonnenbrille mit den befragten Männern zu sehen. Daneben hat sie deren Gedanken zur Liebe oder ihrer Liebsten abgedruckt. Zur Kunstroute war Nemes Ausstellung „Über Liebe” in der Studiengalerie der Volkshochschule zu sehen.

Nicht nur die bekannten Aachener Kunststätten hatten geladen. Auch viele kleine Galerien waren mit Feuereifer bei der Sache. In der Produzentengalerie „Artikel 5” zeigten gleich mehrere Künstler ihre sehr unterschiedlichen Werke. Zum Thema „Durchzug” galt es beispielsweise Peter Schneiders Skulptur aus Krähenfedern oder Dorothea Flataus Strickliesel-Projekt zu interpretieren.
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