Aachen - Kreative Kinder machen es der Jury schwer

Kreative Kinder machen es der Jury schwer

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
4577905.jpg
Sind begeistert von den Werken, die für den Kinderförderpreis Kunst eingereicht wurden: von links Karoline Schröder, Holger Otten und Tanja Wansel. Jetzt freuen sie sich auf die Preisverleihung am Sonntag im Ludwig Forum. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gemalte Bilder, mal quietschbunt, mal nur schwarz-weiß, Collagen mit Spiegelfolie, Materialbilder, Fotografien und plastische Arbeiten – so groß ist die Vielfalt der eingereichten Beiträge zum diesjährigen Kinderförderpreis Kunst, den das Ludwig-Forum in Kooperation mit der Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen seit vier Jahren auslobt.

Der Kunstpreis ist Teil des Aachener Modells, das die Bürgerstiftung vor zehn Jahren zur Förderung begabter Kinder in der Grundschule ins Leben gerufen hat.

In diesem Rahmen erwuchs auch eine intensive Zusammenarbeit für kunstbegabte Kinder, die schließlich in den Kunstpreis mündete, wie Tanja Wansel, Öffentlichkeitsreferentin der Sparkasse, erklärt. „Es waren in der Vergangenheit so fantastische Arbeiten darunter, so viel Potenzial erkennbar, dass wir das mit dem Kunstpreis zum einen fördern und zum anderen für die Öffentlichkeit sichtbar machen wollten“, so Wansel.

28 Grundschulen bei Workshops

28 Grundschulen aus Stadt und Städteregion entsenden inzwischen ihre künstlerisch begabten Kinder zu den schulbegleitenden Workshops des Ludwig-Forums. Nach einer Art Talentsichtung in der 1. Klasse beginnen die jungen Nachwuchskünstler ab der zweiten Klasse mit der Arbeit. In verschiedenen Kursen lernen sie unterschiedliche Techniken und Materialien kennen. Außerdem ist medienübegreifendes Arbeiten erwünscht und gewollt, erläutert Holger Otten, Leiter der Kunstvermittlung am Ludwig-Forum. Regelmäßige Museumsbesuche ergänzen das Programm.

Höhepunkt ist für die jungen Nachwuchskünstler die Teilnahme am Wettbewerb. Die Themenauswahl orientiert sich an den aktuellen Ausstellungen des Forums, und so war in diesem Jahr das Thema „Stadt“ – korrespondierend zu der Ausstellung „Die Stadt, die es nicht gibt“ – Schwerpunkt des Wettbewerbs. „Die Kinder wählen ihre Werke dafür selbst aus,“ betont Karoline Schröder, die die begleitende Ausstellung zum Kunstpreis mit vorbereitet hat. 151 Kinder von der zweiten bis zur vierten Klasse reichten in diesem Jahr ihre Kunstwerke ein. Für die Jury, bestehend aus , Ursula Milde-Reimertz, Konrektorin an der katholischen Grundschule an der Passstraße, Bea Otto, Künstlerin aus Aachen, Anna Brohm vom Museum Ludwig aus Köln und Holger Otten war es keine leichte Entscheidung. „Jedes Werk muss einzeln betrachtet werden. Wie ist das Thema verarbeitet? Wie hoch ist der Abstraktionsgrad? Und auch das Alter des Kindes muss mit berücksichtigt werden,“ beschreibt Holger Otten die Kriterien, die bei der Auswahl eine Rolle spielen.

Auf fünf Preisträger einigte sich die Jury in diesem Jahr. Am Sonntag , 9. Dezember, erhalten sie im Rahmen der Preisverleihung um 12 Uhr im Ludwig-Forum ihre Auszeichnung.

Künstlerkurs mit Bildhauer

Die Gewinner dürfen an einem Künstlerkurs mit dem Bildhauer Joost Meyer teilnehmen. Das musikalische Programm gestaltet der Kinderchor der Musikschule. Im Anschluss an die Preisverleihung gibt es Führungen durch mehrere Ausstellungen.

Wer sich dann angeregt fühlt, selbst kreativ zu werden, ist ab 15 Uhr beim Kreativprogramm für Kinder und Jugendliche in der Werkstatt richtig. Ebenfalls am Sonntag eröffnet auch die Ausstellung zum Kinderförderpreis, in der alle eingesendeten Werke bis zum 13. Januar zu sehen sind. Diese begleitende Ausstellung werde von den Besuchern gut angenommen, weiß Holger Otten. Und auch für die Bürgerstiftung ist der Kunstpreis ein Erfolg. Das Konzept wolle man auch in Zukunft weiterführen, so Tanja Wansel: „Es wird definitiv einen fünften Kinderförderpreis Kunst im nächsten Jahr geben.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert