Kräne arbeiten Hand in Hand

Von: THorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
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Der dritte Kran ist vorgefahren: Die Geschwister-Scholl-Straße bleibt deswegen bis Mitte April gesperrt.
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Zusammenspiel am langen Arm: Drei Kräne prägen dieses Bild auf der Baustelle des Hörsaalzentrums Claßenstraße. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Anfangs hatte es gehakt mit dem Bau des neuen Hörsaalzentrums der RWTH, doch nun gehen die Arbeiten unübersehbar voran. Im beeindruckenden Zusammenspiel von bis zu fünf gewaltigen Schwerlastkränen werden große Stahlträger auf das Dach des Neubaus gehoben.

 Nachts wird geliefert, tagsüber nehmen die Kräne die Bauteile an der Claßenstraße an den Haken. Zunächst einmal werden die Arbeiten noch bis zum 15. April datiert – so lange muss dann auch die Geschwister-Scholl-Straße gesperrt bleiben, weil dort einer der Kräne aufgebaut wurde. „Es ist schon ein spektakuläres Bild, was sich vor Ort abzeichnet“, berichtet Bernd Klass, Sprecher des verantwortlichen Bau- und Liegenschaftsbetriebs Aachen. Aber dafür entsteht auch eines der größten Hörsaalgebäude Europas.

In dem neuen Hörsaalzentrum sollen in 11 Hörsälen, 16 Seminarräumen, Pausenhalle und Café 4200 Studierende Platz finden. Weitere Flächen sind für die Physiksammlung, Lager und Arbeitsbereiche reserviert. Insgesamt werden rund 14 000 Quadratmeter geschaffen. Die RWTH braucht jeden einzelnen Platz, und den eigentlich schon früher, nämlich zum Wintersemester, wenn sich der doppelte Abiturjahrgang mit dem Abschluss in der Tasche einschreibt.

Ziel aus den Augen verloren

Doch das Ziel war frühzeitig aus den Augen verloren worden. Erst recht, nachdem dem der ursprüngliche Entwurf des dänischen Büros „schmidt hammer lassen architects“ überarbeitet werden musste, um Kosten zu sparen. Denn mehr als 40 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro Planungskosten können nicht ausgegeben werden. Der Neubau wird durch das Hochschulmodernisierungsprogramm finanziert und das Budget ist gedeckelt. Vor- und Rücksprünge an den Fassaden fallen deswegen weg, auch die Begrünung wird nicht so üppig wie ursprünglich angedacht ausfallen.

Das Ergebnis wird sich, so Klass, dennoch sehen lassen. Die nach und nach wachsende Stahlkonstruktion des Daches gibt einen ersten Eindruck. Leicht ist diese Arbeit buchstäblich nicht. Die nächste tonnenschwere Ladung rollt an, die Schwerlastkräne stehen bereit. Aktuell haben die Arbeiten mehr als einen Haken. Und das brauchen sie auch.

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