Kräftiger Rückenwind für den Aachener Norden

Von: Leandra Kubiak
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Gehen die zweite Phase des Projektes „Soziale Stadt Aachen-Nord“ an: Fabian Kumkar (Projektleiter), Helmut Goffart (Stadtteilbüro Aachen-Nord), Gisela Nacken (Dezernentin) und Silke Gärtner (Stadtteilbüro Aachen Nord). Foto: Andreas Steindl

Aachen. „All eyes on...“, was so viel heißt wie „alle Augen auf...“ – das ist das Motto des Projektes „Soziale Stadt Aachen-Nord“. An vielen Stellen im Norden der Stadt ist das Logo – ein einfaches Auge in den verschiedensten Farben – schon angebracht und deutet darauf hin, dass sich an diesen Stellen etwas tut.

Das Projekt läuft bereits seit fünf Jahren, seitdem wurden rund 13 Millionen Euro in das Quartier investiert. Zu 80 Prozent wurden die Investitionen durch die Städtebauförderung unterstützt.

Mit dem Jahreswechsel beginnt nun die zweite Hälfte des Projekts. Das Land hat den Förderungsbescheid vor einigen Tagen der Stadt zukommen lassen. „Damit ist die zweite Hälfte von ‚Soziale Stadt Aachen-Nord‘ bis ins Jahr 2019 hinein gesichert“, sagte Baudezernentin Gisela Nacken. Weitere sieben Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren investiert werden.

Die Beteiligten stellten jetzt die Pläne für die nächste Etappe vor. Die Schwerpunkte werden auf dem Quartier Feld- und Liebigstraße, der Jülicher Straße und der Entwicklung des Gewerbestandortes liegen. Konkret soll beispielsweise der Umbau des Rehmplatzes abgeschlossen werden. Die Übergänge über die Straße sollen hier barrierefrei gestaltet werden.

Außerdem soll die Außenanlage des Kultur- und Sozial-Depots gestaltet werden. Grundsätzlich soll die Wohnqualität im Viertel verbessert werden. Eine der Aktionen, die im Rahmen des Projekts ins Leben gerufen wurde, ist „Altbau plus“: Bewohner und Eigentümer können sich bei Fragen zur energiesparenden Sanierung von Wohngebäuden an das Stadtteilbüro auf der Ottostraße wenden.

Die Bewohner des Stadtteils Aachen-Nord haben auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und eigene Ideen umzusetzen. Dafür wurde ein Fonds eingerichtet, der jedes Jahr 77.500 Euro bereithält. „Einen Antrag auf eine Förderung kann jeder stellen!“, sagt Silke Gärtner, Stadtteilmanagerin im Stadtteilbüro. Die Voraussetzung sei, eine gute Idee zu haben, was im Stadtteil verändert werden soll.

Das Vorhaben „Soziale Stadt Aachen-Nord“ zielt darauf ab, die Lebenssituation der Menschen rechts und links der Jülicher Straße zu verbessern. Von 2010 bis Ende 2019 werden hier insgesamt 20,4 Millionen Euro investiert: Von 2010 bis Ende 2015 sind es Projekte im Wert von 13 Millionen, bis Ende 2019 fließen weitere 7,4 Millionen Euro ins Stadtviertel. 80 Prozent der Mittel stellen das Land NRW und der Bund zur Verfügung, teilweise ergänzt durch Mittel der Europäischen Union, die übrigen 20 Prozent bringt die Stadt auf.

Doch im Projekt „Soziale Stadt Aachen-Nord“ geht es nicht nur darum, städtebaulich an vielen Stellen etwas zu verändern. „Es geht uns immer auch um das enge Miteinander der Menschen, die hier leben“, sagte Nacken. Die Bürgerbeteiligung werde deshalb ganz groß geschrieben. Bei allen Projekten, die bislang realisiert wurden, beteiligten sich die Leute, brachten ihre eigenen Ideen und Vorstellungen ein. Die Fachleute der Verwaltung und externer Ingenieurbüros versuchten, die vielfältigen Beteiligungsergebnisse in Planungen möglichst umzusetzen.

Das Stadtteilbüro am Rehmplatz war dabei immer eine wichtige Anlaufstelle im Stadtviertel. Hier sind viele Informationen zusammengelaufen, hier trafen sich die Bewohner von Aachen-Nord, um sich auszutauschen und Informationen zu erhalten. 2015 wird eine Zweigstelle des Stadtteilbüros in der Heinrich-Hollands-Straße im Quartier Feld- und Liebigstraße eröffnet.

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