Kornelimünster - Kornelimünster-West sorgt für Bauchweh

Kornelimünster-West sorgt für Bauchweh

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Kornelimünster. Ein „Wunschkind” wird der Bebauungsplan Kornelimünster West (Oberforstbacher Straße) wohl nie werden, dafür sind die Bedenken und Kritiken im Vorfeld einfach schon viel zu groß.

Was im Sommer bei der Stadtteilwerkstatt bereits moniert und angeregt wurde, fand nun bei einer Bürgerinformation im Versammlungssaal der Benediktinerabtei seine Fortsetzung.

Von Verwaltungsseite war kein Experte zur Stelle, dafür rund 120 Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommunalpolitiker aus Rat und Bezirksvertretung. „Wir sind nicht gegen alles, aber gegen die vorgesehenen Planungen”, machte Organisator Harald Kuchen deutlich und bekam dafür ersten Beifall. Die Kommunalpolitiker möchten gerne neue Argumente hören, um diese weiterzugeben. Die Anliegen der Bürger seien ihnen wichtig. „Was Sie vorschlagen, wollen wir versuchen, durchzusetzen.”

Kuchen und die Bürger betonten, dass es nicht nur um das Neubaugebiet gehe, sondern auch um eine fehlende Verkehrsanbindung und vorrangig um die Nahversorgung, die schmerzlich vermisst werde. „Ein Supermarkt und auch Einzelhandelsgeschäfte müssen rasch her”, unterstrich Kuchen die Forderungen generell.

Die Politik versicherte, sie habe dafür gesorgt, dass Einfamilienhaus-Bebauung verhindert werde, ebenso eine reine Wohnbebauung. Das müsse auch so bleiben, ansonsten werde das Areal brach liegen. Als Politik könne man jedoch nur Rahmenbedingungen schaffen. Wichtig sei es, auf eine gute Infrastruktur zu achten. Die Option für einen Supermarkt müsse und werde erhalten bleiben.

Auf jeden Fall müsse ein Markt her, sagte Kuchen, denn wer für einen Metzger nach Brand fahren müsse, der kaufe auch dort gleich alles andere ein. Im Einzelhandelskonzept der Stadt seien auch Nahversorgungszentren aufgeführt. Leider bekäme man zu hören, Kornelimünster habe zu wenig Einwohner. Die Politik möge dafür sorgen, dass Nütheim oder ein Teil von Schleckheim zu Kornelimünster geschlagen werde.

Auf dem 8,4 Hektar großen Areal sind vorwiegend 170 Einheiten in Einfamilienbauweise geplant. Die Grundstücksgrößen bewegen sich zwischen 250 bis 500 Quadratmeter. Der Standort eigne sich hervorragend für Einfamilienhäuser, die Nachfrage nach großzügigem Wohnen soll hier abgedeckt werden. Landschaftliche Gegebenheiten sollen, soweit möglich, in die Planung integriert werden.
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