Kornelimünster: Jahrmarkt wird tierischer Spaß

Von: Christina Handschuhmacher
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Freuen sich auf den Historisch
Freuen sich auf den Historischen Jahrmarkt in Kornelimünster: (von links) Helmut Jägers, Robert Birk vom Flohzirkus, Rita Claßen, und Gilbert. Foto: Andreas Herrmann

Kornelimünster. Tagsüber manövriert Robert Birk tonnenschwere Lastwagen durch Deutschland, doch eigentlich gilt seine Leidenschaft winzigen Tierchen, die kaum mit der Lupe zu sehen sind. Der Münchener ist Flohdompteur und der letzte seiner Zunft in Deutschland.

Jetzt bringt er die blutsaugenden Artisten aus Bayern mit nach Kornelimünster - sein Flohzirkus ist die neue Attraktion bei der 37. Auflage des Jahrmarktsspektakels rund um Propsteikirche und Korneliusmarkt, das am Mittwoch um 14 Uhr eröffnet wird (um 19 Uhr zudem feierlich mit einer Messe in der Propsteikirche).

„Unser Ziel ist es, dem Jahrmarkt von Jahr zu Jahr ein neues Gesicht zu geben”, sagt Pascal Raviol vom Veranstalter Roncalli Märkte. Dabei wird Altbekanntes mit Neuem gemischt.

In diesem Jahr wird es dabei tierisch: In der Mäusestadt tummeln sich Hunderte von kleinen Nagern, und im Flohzirkus ziehen die kleinen Parasiten vergoldete Kutschen oder Maßkrüge. „Die Flöhe hole ich mir zweimal im Jahr von einem benachbarten Bauernhof. Auf den Katzen dort hausen genug Flöhe”, sagt Flohzirkus-Direktor Birk. Auf dem Münchener Oktoberfest ist der Flohzirkus schon seit 1948 eine feste Institution.

Eine solche Institution auf dem Jahrmarkt ist der Pariser Gaukler Gilbert. Seit Jahren sorgt er mit seinen Feuerspuck-Einlagen für Aufsehen. Auch die Seiltanz-Akrobaten der „Wanderbar”, Frans Custers in seinen Rolle als „kleiner Clown” und „Schuhputzer Hüseyin” und der „Verwirr-Realist” Thomas Thompson werden sich - neben anderen - wieder unter die erwarteten 100.000 Besucher mischen. Mittwoch und Freitag ist der Markt von 14 bis 22 Uhr geöffnet, an Fronleichnam und am Wochenende von 11 bis 22 Uhr.

Vieles ist also auch in diesem Jahr gleich geblieben auf dem Markt an der Inde, denn das Konzept ist altbewährt und Tradition wird hier groß geschrieben. Überdimensionale Bühnen und blinkende Fahrgeschäfte sucht man beim historischen Jahrmarkt vergebens. Stattdessen bauen Zimmerleute und Tischler die teils 100 Jahre alten Stände zusammen.

Ob das Kettenkarussell aus den 1930er Jahren oder das Riesenrad aus der Zeit um die Jahrhundertwende - die Fahrgeschäfte sind traditionell und können doch immer noch begeistern. Auch hier kann der Besucher tierisch Spaß haben - aber nur im sprichwörtlichen Sinne.

Wer mit dem Pkw zum Jahrmarkt anreist, sollte das Fahrzeug nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen an der Dorffer Straße oder an der Breiniger Straße (Wochenende) abstellen. Von hier aus führt ein Fußweg in zwei Minuten zum Markt. Bereits an den Ortseingängen weisen Hinweistafeln auf die Parkmöglichkeiten hin.

Der historische Ortskern ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ausnahmen werden nur für dort wohnenden Fahrzeughalter und die Anlieferer zugelassen. Diese können an den Veranstaltungstagen nur bis eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung ein- bzw. ausfahren.

Die Straßen Unter den Weiden, Am Berg und Schraungracht werden als Bewohnerparkbereiche ausgewiesen, diese Straßen und die Klauser Straße, Zehntstraße sowie die Kornelius-straße zwischen Breiniger Straße und dem Benediktusplatz sind durch Schranken gesperrt oder werden durch Verkehrshelfer überwacht.

Folgende Bushaltestellen gibt es in Kornelimünster: Für die Linie 55 und 65 Haltestelle 55 und 65; für die Linie 35 die Haltestellen Kornelimünster und Napoleonsberg. Donnerstag, 7. Juni, sowie am Wochenende 9./10. Juni werden die Linien 35 und 55 durch zusätzliche Fahrten verstärkt.
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